Arbeitskreis Halsbandsittiche


© Anne-Marie Kölbach
© Anne-Marie Kölbach

Der NABU Köln hat einen Arbeitskreis gegründet, der sich mit den Halsbandsittichen und den großen Alexandersittichen beschäftig. Wir führen beispielsweise regelmäßig Bestandszählungen durch und bieten Beratung bei Problemen mit Sittichen an Hausfassaden an.

Es gab in den vergangenen Jahren häufig Versuche, die Tiere von ihren Schlafplätzen zu vertreiben. Diese Störung des Instinktverhaltens der Vögel bedeutet enormen Stress für sie.

Unser Arbeitskreis setzt sich für eine friedliche Koexistenz von Kölnern und Sittichen ein und versucht dazu möglichst viel über das natürliche Verhalten der Kölner Sittiche herauszufinden.

Wer uns Sichtbeobachtungen von Sittichen melden will oder den Arbeitskreis bei Zählungen und anderen Aktionen unterstützen möchte, kann sich gerne bei uns melden. 

 

Arbeitskreisleitung: Achim Kemper

Kontakt: jana.romero@nabu-koeln.de


Aufruf, dem NABU Köln Halsbandsittiche zu melden!

Foto: Anne-Marie Kölbach
Foto: Anne-Marie Kölbach

Fast jede/r Kölner/in* kennt die grüngefiederten, laut kreischenden Halsbandsittiche, die sich allabendlich an einem gemeinsamen Schlafplatz in der Südstadt treffen.

Zuletzt war ein solcher Treffpunkt an der Bayenstraße, Ecke Dreikönigenstraße. Dort wurden sie in der Vergangenheit schon mehrmals verscheucht, haben den Platz aber immer wieder aufgesucht. Dieser Sammel-Schlafplatz erfüllt für die Tiere wichtige Bedingungen. Er liegt an einer gut ausgeleuchteten Straße und bietet Schutz, Wärme und genügend Platz für alle Sittiche.

Derzeit mussten sich die grünen Vögel aufteilen und wieder einige hundert Meter weiter nördlich auf alternative Schlafbäume vor und hinter dem Maritim-Hotel und am Gasthaus „Zum Roten Ochsen“ umziehen. Der genaue Grund für den „Umzug“ ist bislang unklar. Das Aufsuchen eines gemeinsamen Schlafbaumes ist ein Urinstinkt der Tiere, der ihnen Sicherheit gibt. Das Aufteilen der großen Gruppe in mehrere kleine Grüppchen bedeutet Stress für die Sittiche. Sie sind deutlich unruhiger, da dies nicht ihrem natürlichen Verhalten entspricht.

Der NABU Köln möchte Informationen zum veränderten Verhalten der Halsbandsittiche sammeln und ist dabei auf die Mithilfe der Kölner/innen* angewiesen.

 Dabei geht es sowohl, um Sammel- und eventuelle neue Schlafbäume, als auch um die Flugrouten der Tiere. Schreiben Sie uns doch bitte Datum, Zeit und genauen Ort (Straße und am besten die Himmelsrichtung, beispielsweise vom Hauptbahnhof Richtung Süden…) und die Anzahl der Tiere auf. Mit den Ergebnissen soll eine Übersicht über den genauen Verbreitungsraum innerhalb Kölns und das geänderte Verhalten der Halsbandsittiche gewonnen werden.

Wir bitten Sie, uns Sichtungen von 5 oder mehr Tieren per Mail an Jana Romero mitzuteilen.

Text: Jana Romero