Aktuelles 2. Seite

Frische Luft für Köln

Aufruf zur Demonstration

Kurzfristig und aus aktuellem Anlass rufen Kölner Umweltverbände, Grün- und Radinitiativen zu der Demonstration „Frische Luft für Köln“ im Anschluss an den Aktionstag „Ring frei“ auf. Die Demonstration startet am Samstag, den 16.09.2017 um 16:00 Uhr am Rudolfplatz und endet um 18:00 Uhr mit einer Kundgebung am Chlodwigplatz.

Köln leidet unter der höchsten Stickoxidbelastung in ganz NRW. Aktuell formulieren es die Verwaltungsgerichte: Auch Stadtbewohner haben ein Recht auf saubere Luft. Das Anrecht auf eine unversehrte Gesundheit hat Vorrang vor allen anderen Interessenlagen! Die Umwelt- und Verkehrsinitiativen fordern die Stadt Köln daher auf, endlich zu handeln und eine nachhaltige Stärkung des Radverkehrs und des ÖPNV umzusetzen, sowie eine Reduzierung des Autoverkehrs in der Kölner Innenstadt zu verfolgen. Weitere zentrale Aufgaben zur Reinhaltung der Luft sind der Schutz, die Pflege und die Erweiterung des visionären Kölner Grünsystems aus den 1920er Jahren. Es ist die ideale Voraussetzung für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

NABU, BUND, ADFC Köln, RADKOMM, AGORA, die Bürgerinitiativen "Grüne Lunge Köln", „ innergrün Ehrenfeld", "Grüngürtel für Alle", "Innerer Grüngürtel am Eifelwall (BIGE)“ die Vereine "NaBiS" und "wie leben wir“, sowie die Umweltgewerkschaft Köln/Leverkusen rufen alle Kölner Bürgerinnen und Bürger dazu auf, gemeinsam für eine verbesserte Lebensqualität in Köln zu demonstrieren.

Vogelstimmen in der Stadt.

Vom 07. - 10. September verwandelt die Künstlerin Sophia Bauer zusammen mit StrzeleckiBooks das King-Georg Büdchen am Ebertplatz zu einem Vogelhäuschen. Von dort aus werden Vogelstimmen in unterschiedlichsten Formen in die Stadt getragen, ob als musikalische Interpretation, wissenschaftlicher Vortrag oder beim Vogelstimmen-Karaoke.

 

Diese Intervention im öffentlichen Raum ist angelehnt an ihr Buch „26 Vogelstimmen“, das im April diesen Jahres bei StrzeleckiBooks erschienen ist. Darin hat Sophia Bauer die Stimmen von 26 Vögeln gesammelt hat, die seit 1950 nicht mehr in Deutschland beheimatet sind.

 

Bei der Installation eines Vogelstimmen-Karaoke, kann jeder Passant die verloren gegangenen Rufe aus dem Buch wieder in die Geräuschlandschaft tragen (Samstag und Sonntag). Außerdem verwandelt am Donnerstag Abend der Free Jazz-Musiker Jonas Engel die nicht mehr hörbaren Laute in künstlerische Töne und schickt sie durch das Saxophon auf die Straße. Am Freitag erklärt der Kölner Vogelstimmen-Experte Achim Kemper (NABU) wie man Vögel hören und imitieren kann.

NABU-Landesvertreterversammlung in Köln

Am vergangenen Sonntag waren rund 200

Delegierte aus 52 nordrhein-westfälischen NABU-Kreis- und Stadtverbänden zur jährlichen Landesvertreterversammlung geladen. Für den NABU Stadtverband Köln war diese LVV dabei etwas ganz Besonders, fand sie doch dieses Jahr zum ersten Mal in Köln statt. Für die zentrale Veranstaltung des NABU NRW konnte das Maternushaus in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs gewonnen werden.

Bereits am Vorabend der Veranstaltung wurde den Gästen aus NRW ein buntes Programm geboten, in deren Verlauf auf zwei Führungen durch Köln auch aktuelle NABU-Projekte vorgestellt wurden. Am Sonntag wurde nach kurzen Grußworten durch den NABU-Landesvorsitzenden Josef Tumbrinck, Bürgermeister Andreas Wolter, den Vorsitzenden des Kölner Vorstandsteams, Horst Bertram und den Direktor des Kölner Zoos, Theo Pagel, das 80.000ste NABU-Mitglied in NRW begrüßt werden. Anschließend wurde Dr. Albrecht Priebe für sein langjähriges Engangement im Naturschutz und in der Wahner Heide mit der Silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Im weiteren Verlauf der Versammlung informierte der EU-Agrarexperte Konstantin Kreiser vom NABU Bundesverband über aktuelle Entwicklungen im Bereich der EU-Agrarpolitik und stellte die NABU-Strategie vor, mit denen auf einen ökologischen Umbau der Agrarzahlungen aus Brüssel hingearbeitet wird. Im anschließenden organisatorischen Teil wurde der Landesvorsitzende Josef Tumbrinck sowie der NABU-Landesvorstand einstimmig wiedergewählt. Daneben stand unter anderem die Wahl der Delegierten für die NABU Bundesvertreterversammlung an.

Während der Veranstaltung informierte der NABU Stadtverband die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einem Infostand im Foyer des Maternushauses über Projekte und Aktivitäten in Köln. Am Ende stand nach vielen positiven Rückmeldungen fest: die LVV in Köln war ein schöner Erfolg, der allen Teilnehmern gut gefallen hat.

Text. Volker & Birgit

Bilder: Birgit Königs

Libellen

Mit dem Sommer beginnt die Zeit der Libellen. Ihre Lebenszeit als Insekten-jagender Flugkünstler beträgt nur wenige Wochen, nach der Paarung und Eiablage der weiblichen Libellen endet ihre Lebenszeit. Der wichtigste Lebensraum für Libellen sind kleine stehende Gewässer mit einer Röhrichtzone, wie sie in vielen Gartenteichen vorhanden ist. In den Teichen wachsen die Libellenlarven heran, deren Entwicklungszeit bis zu sieben Jahre beträgt; ihre Nahrung besteht aus Würmern, Schnecken, kleinen Krebsen und anderen Insektenlarven. In den frühen Morgenstunden kann jetzt beobachtet werden, wie die fertig entwickelten Libellenlarven an Pflanzenstängeln emporklettern und sich in wenigen Stunden in Libellen verwandeln. Wenn die Flügel aufgespannt sind und die Chitinhaut der Libellen trocken und hart geworden ist, startet die Libelle zu ihrem ersten Flug, die leere Larvenhülle bleibt am Stängel zurück. Auf dem Foto ist ein Gartenteich zu sehen, der häufig von den Libellenarten blau-grüne Mosaikjungfer, Hufeisen-Azurjungfer und der großen Pechlibelle besucht wird. Die Libellenlarven leben dort zusammen mit den Larven (Kaulquappen) von Grasfröschen sowie Molchlarven; diese Larven sind eine bevorzugte Beute der großen Libellenlarven; junge, kleine Libellenlarven werden wiederum zur Beute von den räuberischen adulten Molchen. Als Wasserpflanzen wachsen am Teichrand Pfeilblatt, Schwertlilie und Sumpfdotterblume, im Hintergrund befindet sich ein Saum aus Gilbweiderich.

 

Die geschlüpften Libellen sind oft in der Nähe des Gartenteiches zu sehen. Viele kleine Libellenarten bilden zur Paarung und Eiablage das bekannte Paarungsrad, bei dem das Männchen mit seinem Hinterleib das Weibchen zwischen seinem Kopf und dem ersten Körpersegment umfasst.

 

In Deutschland leben ca. 80 Libellenarten. Wie bei fast allen Insektenarten ist auch ihr Bestand rückläufig. Mit dem Erhalt von Kleingewässern können wir einen wichtigen Beitrag für den Fortbestand von Libellen und Amphibien leisten.

Text und Bilder: Horst Bertram

Zwischenergebnisse der Stunde der Gartenvögel

Der NABU und sein bayerischer Partner LBV freuen sich über eine rege Beteiligung bei der 13. Stunde der Gartenvögel. Bis Montagabend haben bereits 36.000 Vogelfreunde aus 24.000 Gärten und Parks mehr als 850.000 Vögel gemeldet. Noch bis zum 22. Mai können Vogelsichtungen übermittelt werden. (Das online Meldeformular auf Seite Veranstaltungen)

Insgesamt zeigt das Zwischenergebnis, dass man von den Zahlen eines Jahres nicht sofort auf langjährige Bestandsentwicklungen schließen kann. Mauersegler und Mehlschwalbe, die über Jahre stark abgenommen hatten, trotzen dem bisherigen Trend und wurden häufiger gesehen als im Vorjahr. Der Mauersegler verzeichnet einen Zuwachs aktuell um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Köln steht der Mauersegler sogar an 1. Stelle. Es wurden bislang 613 Mauersegler gemeldet, was ein Zuwachs von 14% zum Vorjahr bedeutet.

Hier die Ergebnisse der Stadt Köln:

Wahltour Natur des NABU NRW besucht unsere Streuobstwiese bei Langel

Die "Wahltour Natur" des NABU NRW war eine Wanderung auf Teilen des Jakobsweges in 10 Tagesetappen von Kranenburg bis nach Köln.
Naturschutzpolitische Themen zur Landtagswahl wurden von den Vertretern des Landes-Vorstandes, den NABU-Gruppen vor Ort, sowie Gästen aus Politik, Medien und Gesellschaft diskutiert.

Da die Wanderung am 27. April in Köln endete, war es naheliegend auch Aktivitäten des Kölner NABU zu besichtigen. So geschah es auch und am 26. April traf die Wandergruppe unter Führung von Christian Chwallek nachmittags bei kühlem aber schönen Wetter auf unserer Obstwiese ein.
Hier hatten Axel Goldmann, Tobias Moj und unser eifriger Praktikant Janik Nagel einen kleinen Infostand errichtet. Der bot nicht nur Windschutz, sondern war auch bestens mit Apfelgetränken von Streuobstwiesen ausgestattet. So konnte Saft, Druckmost, Viez und Apfelschnaps aus eigener Herstellung probiert und auch größerer Durst gelöscht werden, was bei einer Wanderung durchaus sehr angenehm sein kann.
Zusätzlich wurde an Schautafeln die Besonderheit von ökologischen Streuobstwiesen gezeigt und es wurden weitere Aktivitäten des Kölner NABU erläutert. Ein Rundgang über die Wiese zeigte die begonnenen Verbesserungen und auch die verbliebenen Schwachstellen auf.
Nach über einer Stunde wurde die Wanderung fortgesetzt, um den verdienten Feierabend zu genießen.
Weitere Infos: https://www.facebook.com/pg/nrw.nabu/videos/?ref=page_internal
Bilder: Axel Goldmann/Tobias Moj

Wildblumen für St. Agnes – NABU legt Beete mit heimischen Pflanzen an

Acker-Rittersporn (Consolida regalis)
Acker-Rittersporn (Consolida regalis)

St. Agnes ist der soziale und architektonische Mittelpunkt des Agnesviertels. Weithin erhebt sich der Turm der zweitgrößten Kölner Kirche über die Nordstadt. Senkt sich der Blick jedoch von den neugotischen Bögen und Portalen ins Irdische zurück, fallen schnell die weitläufigen Beetbereiche auf, die sich an die Kirchenmauern anschließen: Zwar spenden die locker aufgepflanzten Linden im Sommer wohltuenden Schatten und hüllen die Kirche in ein grünes Kronendach, doch die Beete selbst zeigten sich bisher nicht gerade von einer einladenden Seite. Notdürftig vom Grünflächenamt gepflegt, herrschen nackter Boden und ein spärlicher Kräuterbewuchs vor, der zudem in der Sommertrockenheit regelmäßig abstirbt. Was ungepflegt aussieht, wird zudem auch von manchen Passanten nicht wertgeschätzt. Und so landet Müll in der Anlage, Hundekot wird nicht weggeräumt, und hin und wieder erleichtert sich ein Partygänger auf dem Heimweg an einer dunklen Stelle. Insgesamt nicht gerade eine Zierde für die schöne Kirche und ihre Gemeinde.

Nun braucht es manchmal nur die Verbindung von Idee und Aktion, um aus einer Not eine Tugend zu machen. Im letzten Jahr haben Aktive des NABU Köln damit begonnen, eine Beetpatenschaft in Mülheim zu übernehmen. Konsequent ökologisch und mit heimischen Pflanzen sollte gegärtnert werden, um anderen Stadtgärtnerinnen und –gärtnern Lust zu machen, es auch einmal zu versuchen. Aus der anfänglich lokalen Aktion wurde bald eine größere Projektidee, und wir hielten nach weiteren Flächen Ausschau, auf denen wir die Schönheit unserer heimischen Pflanzenwelt präsentieren konnten. Im März wurden wir dann mit den Beeten um die Agneskirche fündig und entwickelten zusammen mit der Kirchengemeinde den Plan, drei Bereiche rund um die Kirche mit Wildpflanzen zu bepflanzen und zu besäen. Das Projekt „Wildblumen für St. Agnes“ war geboren.

In den vergangenen Wochen wurde nun eifrig an den Beeten gearbeitet: Eine Gruppe Aktiver legte den Grundstein für einen Arbeitskreis Stadtnatur und begann mit der Gestaltung der Flächen. In einer ersten Aktion wurden die Flächen von Unkraut, Hundekot und Abfall befreit, und der verdichtete Boden gelockert. Ein Blick auf das vorhandene Erdreich hätte konventionelle Gärtner wohl ziemlich ernüchtert: steinig, mit Bauschuttresten durchsetzt, sandig und eher mager. Kein Substrat, in dem sich Gartenblumen wohlfühlen würden. Für die Bepflanzung, die wir uns vorstellten, schien der Boden hingegen äußerst vielversprechend: Wildpflanzen sindschließlich zumeist Magerköstler und kommen mit den überdüngten Böden unserer Zeit nur schlecht zurecht.
Nach einem gründlichen Frühjahrsputz setzten wir dann rund 80 Initialpflanzen in die Beete. Der erste Schritt war getan. Doch zunächst ergab sich ein Problem. Würden die städtischen Pflegetrupps unsere Wildpflanzenbeete wirklich als solche erkennen und sie nicht in der üblichen Manier radikal abmähen? Wir waren skeptisch und suchten nach einer Lösung, um die Beetbereiche auch optisch von den restlichen Flächen abzugrenzen. Schließlich hatten wir nur begrenzt Pflegekapazitäten, und konnten nicht alle Bereiche um die Kirche herum neu gestalten (auch wenn der Wunsch groß war). Die Lösung kam in Form einer Lieferung Stammstücke vom Nordfriedhof: Die Friedhofsverwaltung hatte uns freundlicherweise Holz überlassen, das bei der Friedhofspflege angefallen war. Die Idee: Schöne Stücke aus Eibe, Hainbuche, Haselnuss, Traubenkirsche und Kiefer sollten leicht in den Boden eingesenkt eine optische Barriere zur Umgebung formen. Totholz stellt einen bedeutenden Lebensraum für zahlreiche Kleintiere dar, und passt zudem wunderbar zu den Waldpflanzen, die wir für die schattigeren Bereiche ausgewählt hatten. In den kommenden Jahren können die Stammstücke langsam zu Humus werden, während sie unseren Wildpflanzenbeeten Kontur und Charakter verleihen.
Nachdem wir das Holz für die Beetabgrenzungen verbaut hatten, fehlte nur noch eine Komponente: Die Ansaaten! Wir wollten Vielfalt statt nur einiger weniger Pflanzenarten, wollten die ganze Palette (okay, ein kleiner Ausschnitt) heimischer Wilder zeigen, kurzum: lebendige Pflanzenbestände für ein lebendiges Stadtviertel. Darum kamen als krönender Abschluss mehrere Saatgutmischungen der trockenwarmen Säume und Laubwaldböden zur Anwendung, sowie eine ganze Reihe von Saatgut weiterer Einzelarten. Nach der Ansaat sahen die Beete zwar etwas zertrampelt aus (gutes Antreten sorgt für optimalen Bodenkontakt und schützt die Samen vor Austrocknung), waren aber mit dem Samen des Lebens beimpft. In der nächsten Regenperiode werden die Samen nach und nach auflaufen und die neuen Beete um St. Agnes bald mit Leben füllen. Wir warten mit Spannung und freuen uns auf blütenreiche Jahre.

Text: Volker Unterladstetter

Obstbaumschnitt auf der Streuobstwiese Langel

Was führen elf NABUs im Schilde, die sich mitten im Winter mit Astscheren, Sägen, Teleskopstangen und Holmleitern bewaffnen? Na klar, es geht um Obstbaumschnitt (Wer hat hier Sterngucken gesagt?)! Was den Schafen im Frühjahr droht, bleibt den Bäumen im Winter nicht erspart:

Die Schur bzw. der Schnitt so manchen Astes, der seine Last getragen hat und nun neuen Astgenerationen weichen muss (nein, nicht die Leitäste!).

Und so traf man sich am 18.02. an einem entlegenen Ort weit draußen vor den Toren der Stadt, wo der eisige Winterwind erbarmungslos über die Ebene pfeift und man bei Minusgraden in seine dicke Multifunktionsjacke hineinbibbbert… – halt, von wegen! Doch nicht beim NABU-Streuobstwiesenobstbaumschnittkurs (Name offiziell geschützt)! Für unsere Mitglieder hatten wir natürlich vorab schönstes Vorfrühlingswetter mit Sonnenschein und angenehmen 10°C bestellt, und das wurde dann auch prompt geliefert. Und so standen wir mit Frühlingsgefühlen im Bauch und einem tatendurstigen Kribbeln in den Händen um ein kleines Apfelbäumchen versammelt und lauschten konzentriert der Einführung unseres Chefbotanikers und Streuobstwiesenfachmanns Hubert Sumser, der schon bald von fehlenden Ameisenbulten sprach, von Ausgleichsflächen voll hingestellter und vernachlässigter Obstbäume, bald von wundersamen Aufsetzern und Wassertrieben, von Quirlen und von Kronen, von 120°-Äpfeln und 90°-Birnen (nein, das ist keine neue EU-Obstverordnung!).

Und so wurde bald auch dem Letzten klar: Das wird hier richtig ernst! Und dann wurden auch schon die ersten Schnitte getan: unter großem Gemurmel und fragenden Blicken fielen dem Anschauungsbäumchen Ästchen um Ästchen ab, bis das arme Geschöpf nur noch aus Haupttrieb, Leittrieben und überhaupt Trieben jeglicher Funktion zu bestehen schien. Der Meister sah’s, und war zufrieden.

Und dann schwärmten alle elf NABUs in die Fläche aus, mit Werkzeugen behangen, den Blick fest auf ein Opfer – pardon, Baum ihrer Wahl gerichtet, und die Bäume wippten nervös mit ihren Leittrieben! Die kommenden Stunden würden sie so manchen liebgewonnenen Ast verlieren, manche Krone gelichtet bekommen und manchen Fruchtspieß kritisch begutachtet. Und so machte sich bald ein fröhliches Gesäge und Geschneide auf der Wiese breit, und alle Teilnehmer hatten sichtlichen Spaß, das Gelernte sogleich in die Tat umzusetzen. Sicher gelang nicht gleich jeder Schnitt perfekt, aber es wurde viel gelernt und noch mehr gelacht, und wo immer Ratlosigkeit eintrat, ob nun dieser hier oder der dort drüben (ein Aufsetzer womöglich?), waren Hubert Sumser und Marion Nowotny sogleich zur Stelle und halfen mit viel Erfahrung und einem Augenzwinkern weiter.

Am Ende waren sich dann alle einig: Ein rundherum gelungener Einsatz, und ganz einfach ein richtig schöner Tag!

Text: Volker Unterladstetter, Fotos: Birgit Röttering

Pflegeeinsatz im NSG Kiesgrube Wahn

Mit Harken, Sägen, Astscheren, Leitern und vor allen Dingen dicken Arbeitshandschuhen bewaffnet traf sich am Dienstagmorgen, den 07.02.2017, ein Dutzend NABU-Aktive im NSG Kiesgrube Wahn. Der NABU Köln hat im Rahmen des Pflege- und Entwicklungsplans für einen Teil der Pflegemaßnahmen dieses NSGs 

die Verantwortung übernommen. Mit der tatkräftigen Unterstützung von vier Geflüchteten stand am ersten diesjährigen Pflegeeinsatz das Offenhalten einiger Steilflächen auf dem Programm.

So rückte man an diesem Morgen den Brombeeren – deshalb die dicken Handschuhe!!- und anderen Baum- und Strauchsprösslingen an den Grubenwänden und Steilhängen zu Leibe, um eine Verbuschung dieser Lebensräume zu verhindern. Besonders die sonnenexponierten Steilhänge sind ein schützenswerter Lebensraum für Heuschrecken, Wildbienen und zahlreiche andere Gruppen von Wirbellosen – Abbruchkanten und offenliegende Bodenschichten waren früher häufige Landschaftselemente, sind aber heute im Zeitalter der Flurbereinigung in den Landschaften so selten geworden, dass die ehemaligen Kölner Kiesgruben eine der wenigen Ersatzhabitate für bodennistende Insekten darstellen. Um den gefährdeten Lebensraum nicht zu allzu sehr zu stören, kann man hier nur per Hand und nicht mit schwerem Gerät an die Arbeit gehen.

Kälte und Nieselregen verlangten schon viel Eigenmotivation, aber am Ende waren alle mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Und in ein paar Monaten wird der Erfolg sichtbar, hörbar und riechbar sein.

Text: Martin Verfürth

Neuer Mitarbeiter

Hallo, mein Name ist Tobias Moj.

Nachdem ich meine Trainerausbildung absolviert hatte, war ich mir sicher, dass ein Bundesfreiwilligendienst ein sinnvoller Übergang bis zu meinem Studium wäre. Da ich mich auch privat für Nachhaltigkeit begeistern kann und mich naturverbunden fühle, freue ich mich umso mehr darüber, auf der Suche nach einer Stelle, auf den NABU Stadtverband Köln gestoßen zu sein und nun in Zusammenarbeit einen Beitrag zum Erhalt der Natur leisten zu können.
Auf die vielseitigen Herausforderungen freue ich mich sehr und hoffe, dass ich viele wichtige Erfahrungen mitnehmen kann.

Heckenpflanzung auf der Streuobstwiese

NABU-Aktive beim Ausheben der Pflanzlöcher.
NABU-Aktive beim Ausheben der Pflanzlöcher.

Auf der NABU-Streuobstwiese in Köln-Langel geht es weiter voran: Am 07.12. pflanzte ein Grüppchen NABU-Aktiver bei schönstem Vorwinterwetter etwa 40 Meter Heckengehölz als Abgrenzung zur benachbarten Straße. Nach dem Motto: wir machen Meter für Heckenbrüter, Insekten und Co. wurden 90 einheimische Sträucher als zweireihige Hecke gesetzt. Dabei wurde darauf geachtet, Gehölze auszuwählen, die besonders nützlich für Insekten, Vögel und Kleinsäuger sind. Außerdem sollten sie für das Rheinland typisch sein. Die Auswahl fiel auf manche Arten, die man heute leider nicht mehr so häufig findet, etwa die Apfelrose (Rosa villosa) mit ihren an kleine Äpfel erinnernden essbaren Hagebutten, oder die langsam wachsende Kornellkirsche (Cornus mas), die zeitig im Frühjahr blüht und damit vielen Insekten Pollen und Nektar in einer blütenarmen Jahreszeit bietet.

Wasser zum Angießen der Pflänzchen gab es in der Nähe in rauen Mengen.
Wasser zum Angießen der Pflänzchen gab es in der Nähe in rauen Mengen.

Nach dem Setzen konnten die Pflanzen sich dann noch über einen kräftigen Schluck Rheinwasser freuen, das wir zuvor vom nahegelegenen Hitdorfer Fähranleger handgeschöpft hatten. Bei soviel Hingabe werden die Pflänzchen sicher bald Wurzeln schlagen und zu echten Kölschen Gewächsen heranwachsen. Im Frühjahr werden wir dann wohl noch das ein oder andere Mal einen Schluck Rheinwasser servieren, während wir ungeduldig auf die ersten Austriebe warten.

Nach getaner Arbeit freuen sich die Helfer*innen über einen gelungenen Einsatz.
Nach getaner Arbeit freuen sich die Helfer*innen über einen gelungenen Einsatz.

Mit der Heckenpflanzung haben wir die Streuobstwiese sozusagen mittelfristig „verkehrsberuhigt“, indem nun mit der Hecke eine Abgrenzung zur nahen Straße heranwächst. Die Hecke ergänzt die bereits bestehenden Restbestände einer früheren Heckenpflanzung, die vor allem aus Liguster (Ligustrum vulgare) und Büschel-Rose (Rosa multiflora) besteht. Die Pflanzung der Wildsträucherhecke bildet den Anfang einer ganzen Reihe von Aktionen, mit denen wir die Streuobstwiese in den nächsten Jahren ökologisch weiterentwickeln wollen. In den kommenden Wochen steht dann als nächstes der Winterschnitt der Obstbäume auf dem Programm. Dabei freuen wir uns wie immer über fleißige Helfer.

Text und Bilder: Volker Unterladstetter

Pflegearbeiten am Grünen Kuhweg

Am 24.September hat der NABU Köln einen Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet Grüner Kuhweg durchgeführt.
Der Grüne Kuhweg liegt rechtsrheinisch, in der Nähe von Dünnwald. Das Engagement in dem betroffenen Bereich des Naturschutzgebietes dient der Entwicklung der Wiese zu mehr Artenreichtum, wo nicht nur Gräser dominieren. 

Die hier speziell zu fördernde Leitart ist das Berg-Sandglöckchen (Jasione montana). Die Blume des Jahres 1990 war früher vor allem in Gebieten mit Sand- und Kiesböden oft zu finden. Da geeignete Standorte jedoch durch menschliches Einwirken immer seltener geworden sind, steht das Berg-Sandglöckchen inzwischen in NRW als gefährdet auf der Roten Liste.

Diesmal wurde die Wiese gemäht und die seitlich hereinwachsenden Brombeergehölze zurückgedrängt. Anschließend wurde das Schnittgut eingesammelt und abtransportiert. Bei traumhaft spätsommerlichem Wetter gingen die Arbeiten mit Freischneider, Rechen und Heugabel leicht von der Hand. Tatkräftig unterstützt wurden die fünf Freiwilligen des Kölner NABU von zwei Mitarbeitern der Firma Capgemini. Das Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen ermutigt seine Mitarbeiter, einmal jährlich bei ökologischen Aktionen mitzuhelfen. Letztes Jahr wurde dem NABU Köln bereits bei Arbeiten auf den Friedhöfen unter die Arme gegriffen.


Sehr schön ist es, dass sich beim gemeinsamen Engagement für den Naturschutz die Möglichkeit bietet, viele interessante und sympathische Menschen, ob jung oder alt, kennen zu lernen und eine fröhliche Zeit miteinander zu verbringen. Auch an diesem Tag boten sich für die sieben Freiwilligen vor allem bei der Mittagspause viele Gelegenheiten zum Austausch, wobei besonders über den Naturschutz und Computertechnik philosophiert wurde.


An dieser Stelle noch mal vielen Dank an die Firma Capgemini, besonders an Giacomo Sabbato und Norbert Klein, für die gute Kooperation und den netten Tag, den wir gemeinsam verbracht haben.
Die Pflegearbeiten am Grünen Kuhweg werden in Kürze weitergeführt. Wer Interesse hat mitzumachen, kann sich gerne unter gs@nabu-koeln.de oder unter der Telefonnummer 02 21/7 90 28 89 melden.

Andrea Hanke/Axel Goldmann

Internationaler Küstenputztag auf den Poller Wiesen

Der Internationale Coastal Cleanup Day 2016 fand dieses Jahr auch in Köln statt. Im Rahmen dieser Aktion werden Küsten, aber auch Flussufer von Plastikmüll befreit und so ein Beitrag zum Gewässerschutz geleistet. Über 60 freiwillige Helfer und REWE-Mitarbeiter fanden sich bei strahlendem Sonneschein auf den Poller Rheinwiesen ein und sammelten 412 kg Müll, bestehend aus Grillresten, Kronkorken, Zigarettenkippen, Flaschen etc. Tatkräftig wurde die Aktion von Elfi Scho-Antwerpes unterstützt, der stellvertretenden Bürgermeisterin der Stadt Köln. Noch bis Anfang Oktober werden bundesweit Küstenabschnitte an Nord- und Ostsee auch an den Ufern von Seen und Flüssen von Plastikmüll befreit.

Fotos: Meta Welling

Demo gegen TTIP ...

Am 17. September sind in Köln nach Angaben der Veranstalter 55 000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) und CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) zu protestieren.

 

Diese Abkommen sollen zwischen der Europäischen Union und den USA bzw. Kanada abgeschlossen werden und Handelshemmnisse abbauen. Ihre Umsetzung würde europäische Umweltstandards gefährden und die demokratische Kontrolle der Aktivitäten großer Konzerne weiter erschweren.

Der NABU – Naturschutzbund Deutschland gehörte zusammen mit mehr als 40 anderen Verbänden und Aktivistennetzwerken zum Trägerkreis der Großdemonstrationen, die unter dem Slogan „CETA und TTIP stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“ firmierten und bundesweit in sieben Städten gleichzeitig stattfanden – außer in Köln auch etwa in Berlin, Hamburg und München.

Um 13 Uhr trafen sich die Demonstanten zur Kundgebung an der Deutzer Werft. Dort begann der lange Zug über die Deutzer Brücke Richtung Innenstadt. Angeführt wurde er von Landwirten aus der Region, die auf ihren Traktoren gekommen waren.

Mit Sprechchören und zahlreichen Musikinstrumenten forderten Menschen aller Altersgruppen lautstark den Abbruch der TTIP-Verhandlungen. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl der Demonstranten wurde die Route kurzfristig sogar noch verlängert.

Mit einer Abschlusskundgebung in Deutz endete die Demonstration.

Sie hat friedlich, aber dennoch mit großem Nachdruck den Standpunkt verkündet, den auch die Umweltverbände zu diesem für unsere Zukunft so wichtigen Thema vertreten.

 

Text: Claudia Trunk

 

Ausbildung zum Naturtrainer.pdf
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NABU Köln beteiligt sich an internationaler Reinigungsaktion

Am Samstag, 17.09.2016 von 10.00 - 13.00 Uhr wird der NABU Stadtverband gemeinsam mit REWE-Mitarbeitern am Internationalen Reinigungstag "Coastel Cleanup Day"mitmachen. An diesem Tag reinigen bundesweit NABU-Gruppen Küsten, Flussufer und Seen. In Köln wird die Aktion auf den Poller Wiesen stattfinden, wo nach den sommerlichen Wochen die Wiesen von Plastik und Unrat befreit werden. Der NABU stellt auch sogenannte Clean-up-Kits zur Verfügung, die u.a. Handschuhe, T-Shirts, Müllgreifer beinhalten. Mit dieser Aktion will der NABU nicht nur die Poller Wiesen reinigen, sondern auch auf die Problematik des Plastikmülls in den Meeren aufmerksam machen und zur Müllvermeidung aufrufen. Der NABU hofft auf viele freiwillige Helfer. Treffpunkt: Rettungswache an den Poller Wiesen, Alfred-Schütte-Allee 2, Köln, Anmeldung unter: gs@nabu-koeln.de

Walderlebnistage

Ich bin im Himmel“ …

entfuhr es einer Drittklässlerin, als sie in den Spiegel in ihren Händen schaute, der auf die Baumkronen über sie gerichtet war. Und mit den Worten „Herr Verfürth, ich habe einen noch größeren Hut als Sie“ 

kam ein stolzer Zweitklässler angerannt und hatte ein großes Blatt auf dem Kopf. „Ihh, das kitzelt, was ist das?“ jammerten und lachten gleichzeitig Erstklässler wie Viertklässler, als sie barfuß mit Augenbinde über Stock und Stein, Wiese und Sand liefen.

Angst vor dem, was kreucht und fleucht, durften die Kinder, die am 20. und 21. Juli 2016 an den ersten Walderlebnistagen des NABU, Außenstelle Leidenhausen, teilnahmen, nicht haben. Zwei Gruppen der Offenen Ganztagsschule Irisweg in Zündorf nahmen im Rahmen der Ferienbetreuung zum ersten Mal dieses Angebot in Leidenhausen an und waren begeistert.

 

„Ich möchte, dass die Kinder die Natur/den Wald spielerisch, ohne erhobenen Zeigefinger erleben und erfahren. Was sie dabei lernen ist immens und verlernen sie nie!“ ist das Credo des Umweltpädagogen Martin Verfürth, der für Gruppen bis 12 Kinder diese Walderlebnistage anbietet. Bei größeren Gruppen müssen die Betreuer selbst mitmachen, was eigentlich noch mehr Spaß macht.

An 4 Stationen zum Hören, Sehen, Tasten/Fühlen und Riechen/Schmecken erfahren die Kinder Vieles über den Lebensraum Wald. Ob leise oder laut, langsam oder schnell, mutig oder ängstlich … die Kinder lernen sich in den Lebensraum einzufügen und ihn zu erleben. Das macht uneingeschränkt Spaß, meinten jedenfalls die Kinder und Betreuer der OGS Irisweg. 

Nur … beim Eichhörnchen-Spiel wurden viele der versteckten Nüsse nicht mehr von den Kinder-Eichhörnchen gefunden. Tja, jetzt wachsen vielleicht demnächst ein paar Haselsträucher mehr in Leidenhausen…

Walderlebnistage 20. und 21.07.2016 in Leidenhausen

Text u. Bilder: Martin Verführt

NABU Sommerfest in Finkens Garten

Der NABU Stadtverband veranstaltete am 3. Juli sein diesjähriges Sommerfest in Finkens Garten. NABU-Mitglieder, Aktive und Naturinteressierte waren eingeladen, bei außergewöhnlich gutem Wetter sich am Grill- und Kuchenbuffet zu bedienen oder auch einfach nur die Ruhe und Vielfalt in Finkens Garten zu genießen.

Nach einem Grußwort des NABU-Vorsitzenden Horst Bertram begrüßte der Kassenwart Axel Goldmann die langjährigen NABU-Mitglieder Dirk Otto und Gerhard Meyer, die seit mehr als 40 Jahren NABU-Mitglieder sind, sowie Klaus Schaffrath, der über 50 Jahre im Verein ist.
Axel Goldmann dankte den Jubilaren für die langjährige Unterstützung und betonte, dass Dank der Förderer viele Artenschutzrojekte und die laufende Arbeit des NABU-Stadtverbandes in den letzten Jahren umgesetzt werden konnte.
Nach der Ansprache erhielten die Herren Otto, Meyer und Schaffrath die NABU-Ehrennadel, eine Urkunde und das Buch "50 Jahre NABU NRW".
Klaus Schaffrath bedankte sich seinerseits mit einer Rede, in der er darstellte, wie sich in seiner Jugend seine Begeisterung für die Natur entwickelt hatte und er diese dann im NABU gelebt und weiter geführt hat.
Nach dem Mittagessen führte Albrecht Priebe die Gäste durch den Garten und erläuterte die Geschichte und Entwicklung des Gartens, sowie die naturkundlichen und besonders die ornithologischen Besonderheiten.
Bei Kaffee und Kuchen klang der Nachmittag aus und fand bei strahlendem Sonnenschein ein schönes Ende.
Wir danken nochmals allen Spenderinnen und -spendern für die mitgebrachten Salate und Kuchen.

Fotos/Text: Birgit Röttering/Axel Goldmann

Späte Hummelrettung ist doch noch geglückt!

Die Reste des freigelegten Nestes
Die Reste des freigelegten Nestes

Die Baufirma hatte sich noch mal gemeldet. Die verschütteten Hummeln hatten sich wohl einen neuen Ausgang gemacht und waren jetzt ein bisschen agressiver.

Also wagte Udo Gerth einen neuen Versuch, das Hummelnest zu versetzen. Hier ist sein Kommentar:

„Nachdem ich zwischen fünfzig und achtzig Hummeln vorsichtig in die Abfangbox abgesaugt hatte, konnte ich das Nest freilegen, oder das, was von dem ursprünglichen Nest noch übrig war. Ich habe über eine Stunde lang die Erde Millimeter für Millimeter weggekratzt. Dann kam das Nest zum Vorschein, völlig eingedrückt, wahrscheinlich durch die Verschüttungsaktion. Es hatte einen Durchmesser von ca. 20 cm. Oben sieht man noch Nektar Reste, aber ansonsten waren alle Töpfchen leer.

Ich habe dann alles eingepackt und bin zu meinem Bienenstellplatz gefahren. Auf dem Foto sieht man den Hummelkasten Marke Eigenbau.

Eigentlich sind es zwei Kästen. Der zweite größere Kasten ist für die Klimatisierung wichtig. Durch entsprechende Lüftungsöffnungen kann die Luft um den Innenkasten zirkulieren und kühlt dadurch den eigentlichen Hummelkasten ab. Zusätzlich ist er natürlich im Schatten aufgestellt, an einer Stelle unter Bäumen und Büschen, wo er von der Sonne nicht direkt bestrahlt werden kann. Deshalb bauen Hummeln auch mit Vorliebe ihr Nest unter der Erde in verlassenen Mäusenestern. Man sieht hier auch den Distanzrahmen, auf dem die Abfangbox steht. Der Hummelkasten beginnt ein ganzes Stück tiefer. Ohne Distanzrahmen kann ich den Bodenschieber nicht öffnen. Die Hummeln fallen auf das Nest und nach einer halben Stunde, nachdem die Hummeln sich etwas beruhigt haben, kann man die Abfangbox und den Distanzrahmen wegnehmen und beide Kästen verschließen.

Der veschlossene Kasten
Der veschlossene Kasten

Die ersten Hummeln sind schon ausgeflogen und erkunden nun die nähere Umgebung. In der Trinkflasche ist „Flugbenzin“. Da sie jetzt keine Vorräte mehr haben, brauchen sie das als lebenswichtige Unterstützung. Es handelt sich um verdünnten Ahornsirup.

Ich habe mich riesig gefreut, als nach einiger Zeit die ersten Hummeln vom Erkundungsflug zurück zum Kasten flogen".

Bilder und "Text" Udo Gerth

Sommerzeit ist Schwebfliegenzeit

Was ist gelb-schwarz gestreift, besitzt eine schlanke Taille, und fliegt derzeit in vielen Gärten umher? Viele Menschen würden bei unidentifizierten gelb-schwarzen Flugobjekten wohl instinktiv an Wespen denken. Doch längst nicht alle Insekten, die an Wespen erinnern, sind auch tatsächlich welche. Echte Wespen erkennt man vor allem daran, dass sie ihre Flügel der Länge nach falten, wenn sie nicht gebraucht werden (deshalb werden sie Faltenwespen genannt). Außerdem können einige von ihnen recht schmerzhaft stechen, was die meisten von uns sicher schon einmal am eigenen Leib erfahren haben.
Eine große Gruppe von Insekten, die „einen auf Wespe machen“, sind die Schwebfliegen (Fliegen aus der Familie der Syrphidae). Im Gegensatz zu echten Wespen sind Schwebfliegen aber absolut harmlos und stechen nicht (sie können es nicht einmal, da ihnen ein Giftstachel fehlt). Da aber viele potentielle Feinde der Schwebfliegen ebenso wie wir Menschen manchmal nicht so genau hinschauen, haben viele Schwebfliegen aus der Not eine Tugend gemacht und sich im Laufe ihrer Evolution an das Aussehen von wehrhafteren Insekten angepasst. Biologen nennen so etwas Mimikry: so zu tun als ob reicht vielfach aus, um nicht gefressen zu werden. Wer als friedfertige Schwebfliege eine Wespe imitiert, wirkt gleich gar nicht mehr so friedfertig und verschafft sich einigen Respekt.
Schwebfliegen kann man im Gelände leicht an ihrer charakteristischen Flugart erkennen. Wie kleine Hubschrauber vermögen sie in der Luft zu schweben, bevor sie blitzschnell den Standort wechseln, nur um einige Meter weiter erneut in der Luft verharren. Im Englischen heißen sie entsprechend Hoverflies. Wer genauer hinschaut, kann einige weitere Merkmale von Schwebfliegen identifizieren. Zum einen besitzen sie vergleichsweise kurze Antennen, was sie von Bienen und Wespen unterscheidet. Zum Anderen sind ihre Augen ziemlich groß: glubschäugige Wespen sind daher mit großer Sicherheit getarnte Schwebfliegen. Und dann ist da noch die Flügelzahl: wo Hautflügler wie Wespen und Bienen über zwei Flügelpaare verfügen, haben Schwebfliegen nur eins (das zweite Paar ist zu kleinen kegelförmigen Flugstabilisatoren zurückgebildet, den sogenannten Halteren). Wer zudem ein scharfes Makrofoto eines Schwebfliegenflügels zur Verfügung hat, kann dort eine ins Leere laufende Ader erkennen, die Vena spuria. Auch sie ist typisch für Schwebfliegen.
Neben den Bienen gehören Schwebfliegen zu den effizientesten Bestäubern vieler Blütenpflanzen. Doch sie können weit mehr als das! Biogärtner*innen freuen sich über die kleinen Flugkünstler im Garten, denn viele Schwebfliegen fressen im Larvenstadium ähnlich wie die Larven von Marienkäfern unermüdlich Blattläuse. Sobald die Larven sich dann jedoch zur fertigen Imago entwickelt haben und ihr Schwebfliegenleben in der Luft fortsetzen, steigen sie von fleischlicher Kost auf pflanzliche Nahrung um und machen sich über Nektar und Pollen heimischer Blütenpflanzen her. Besonders hoch im Kurs stehen dabei viele Doldenblütler und Blüten mit gelber Farbe. Wer im eigenen Garten Schwebfliegen beobachten möchte, sollte den heimischen Wiesen-Bärenklau pflanzen (Heracleum sphondylium). Auf seinen großen weißen Doldenblüten tummeln sich im Hochsommer viele hübsche Schwebfliegen und Käfer. Ähnlich beliebt sind Wilde Möhre (Daucus carota) und Kleine Bibernelle (Pimpinella saxifraga).

Text und Bilder Volker Unterladstetter

Ein Hummelvolk unter Splitt begraben

Eine Erdhummel von der Baustelle vorm Nesteingang
Eine Erdhummel von der Baustelle vorm Nesteingang

Uns wurde ein Hummelnest gemeldet, das auf einer Baustelle entdeckt wurde.

Udo Gerth, ein Bienenspezialist vom NABU Köln, erklärte sich bereit, das Hummelvolk zu versetzen. Am nächsten Tag sollte die Aktion starten, musste aber einen Tag verschoben werden, denn das Wetter war sehr regnerisch und es mussten noch einige Vorbereitungen gemacht werden.

Als Udo am 2. Tag zur Baustelle kam, war das Erdnest der Hummeln schon unter Splitt begraben. So schnell kann man ein ganzes nützliches Erdhummelvolk vernichten!

Unsere Bitte an alle Kölner, meldet uns Wespen/Hornissen- und Hummelnester, wenn sie euch stören, es gibt Methoden, sie an anderen Stellen anzusiedeln, ohne ihnen zu schaden.

NABU-KÖLN: 0221-790 2889 oder Wespen, Hornissen und Hummeln-Hotline: 0178 1701435

Korksammeln für die Kraniche - alte Handys für die Havel

Der Gedanke der Wiederverwertung ist nicht neu, aber noch immer hochaktuell. Sie schont unsere Resourcen und die für die Erzeugung benötigte Energie wird reduziert. Insgesamt also ein Beitrag zum Klimaschutz.
Der NABU-Stadtverband Köln will dies ebenfalls aktiv unterstützen. Deshalb können ab sofort in der Geschäftsstelle (50678 Köln, Alteburger Str. 60) Korken und Mobiltelefone abgegeben werden. Die Korkkampagne unterstützt mit ihren Erlösen Kranichprojekte und bedeutet damit direkten Naturschutz.
https://hamburg.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/korkampagne/index.html

Mit dem Erlös aus der Wiederverwertung der Mobiltelefone wird die Renaturierung der Havel unterstützt.
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/aktionen-und-projekte/alte-handys-fuer-die-havel/index.html
Sollte die Geschäftsstelle nicht besetzt sein, können die Materialien auch bei der Firma Goldmann unter gleicher Adresse abgegeben werden.

Die üblichen Öffnungszeiten sind Mo-Do 9 bis 17 Uhr und freitags 9 bis 15 Uhr.

Eine weitere Abgabestelle: AOC Weinhandlung Köln GmbH. Rathenauplatz 35, 50674 Köln
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 11.00 * 13.00 Uhr und 14.30 * 19.30 Uhr
Samstag: 11.00 * 18.00 Uhr

Schröpfschnitt auf der Aachener Wiese

Am 31. Mai war der erste Pflegeeinsatz auf der "Aachener Wiese" nötig, denn die Wiese musste dringend gemäht werden, da die Beschattungskräuter schon eine gewisse Höhe erreicht hatten. Ein Ehrenamtlicher beschreibt die Aktion wie folgt:

Wiesendrama erster Akt,

ein junger Wilder betritt die Bühne: Leindotter (Camelina sativa) war zusammen mit seinem Kumpan, der Gartenkresse, als Schnellbegrüner Bestandteil der Saatgutmischung der Aachener Wiese. Er sollte einerseits den keimenden Wiesenpflanzen eine Ammenhilfe sein, und andererseits das Interesse der Kaninchen und Vögel von den Wiesenblumen ablenken. Nun hatten sich die Vögel aber bereits vorher bedient, und die Damen und Herren Kaninchen zeitweise das Interesse am Knabbern verloren, so dass Herr Dotter in der feuchten Witterung der letzten Wochen ordentlich in die Höhe geschossen ist.

Damit hat er als Schnellbegrüner alles richtig gemacht: er war verdammt schnell, und schwupps war alles grün! So grün, dass wir ihm heute dringend ans Leder bzw. Blattwerk mussten, denn den Samen der Wiesenblumen hat das grüne Dach so viel Licht genommen, dass sie bisher wenig Lust zum Keimen hatten (die meisten von ihnen sind Lichtkeimer). Vereinzelte Margeriten und Malven konnten wir jedoch schon entdecken.

Und so haben wir mit einer Handsense und zwei Freischneidern bewaffnet heute die Aachener Wiese gemäht und gefühlte zehn Tonnen Leindotter und Kresse von der Fläche geharkt. Ganz schön viel Salat, nur das Dressing hat gefehlt! Folgende Dinge sind zu konstatieren: die Mahd mit der Handsense ging erstaunlich gut und sorgte für eine Menge Aufsehen bei Spaziergängern und Passanten. Freischneider produzieren einen 1a Spinat. Und feuchte Biomasse von Leindotter und Kresse von der Fläche zu harken wird definitiv keine Lieblingstätigkeit. Wie gut, dass wir ab nächstem Jahr den Aufwuchs auf der Fläche antrocknen und zu Heu machen können, bevor es dann ans Abrechen geht. Und Ruchgras im Heu riecht eindeutig mehr nach Wiese als die würzigen Duftwolken von Kresse und Gundermann.

Wer jetzt gerne dabei gewesen wäre, der sei vertröstet: der nächste Pflegeschnitt kommt bestimmt. Der erste Schnitt war sozusagen nur die Generalprobe, um die Fläche und die Arbeitsabläufe kennenzulernen. Sobald wir wissen, welche Geräte und Man- (bzw. Woman)power wir brauchen, werden wir solche Einsätze auch ankündigen.

Den Leindotter jedenfalls werden wir auf der Aachener Wiese in Zukunft nicht mehr vorfinden, er hat seine Schuldigkeit getan. Würden wir hier tatsächlich ein Wiesendrama schreiben, hieße es in der Regieanweisung jetzt wohl: Exit Leindotter.

Text: Volker Unterladstetter
Bilder: Birgit Röttering

Nistkästen für Mauersegler

Mauersegler finden immer weniger Nistmöglichkeiten. Bei Gebäudesanierungen verschwinden bisherige Niststellen unter Dachziegeln, Zugänge zu Hohlräumen werden insbesondere bei der Isolierung und Abdichtung von Fassaden  verschlossen.
Bei einer Giebelsanierung in Mülheim haben aufmerksame Bewohner erkannt, dass durch die Aufstellung eines Gerüstes die Möglichkeit besteht, zusätzliche Mauersegler-Nistkästen an einer sonst nicht zugänglichen Hausfront anzubringen. Mit tatkräftiger Unterstützung durch den NABU konnten jetzt neun Nistkästen angebracht werden. Das Gerüst wird in den nächsten Tagen entfernt, wir sind gespannt, wann die ersten Mauersegler die neuen Nistkästen entdecken werden.

Text und Bild: Horst Bertram                                                    

Wahner Heide Tag 2016

Am NABU-Stand
Am NABU-Stand

 

Am 1. Mai fand in Leidenhausen zum 28. Mal der Wahner Heide Tag statt. Alle Institutionen, Vereine und Initiativen, die sich in und für Leidenhausen engagieren, stellen an diesem Tag ihre Arbeit und Projekte vor. Und der NABU Köln war wieder dabei!

 

Vorstand und freiwillige Helfer informierten am NABU Stand über das Projekt „Eulen in Köln“, stellten in einer Power-Point-Präsentation den Stieglitz, den Vogel des Jahres 2016, vor und berichteten über die Aufgaben und Ideen des neuen NABU-Umweltbüros in Leidenhausen.

 

Auf großes Interesse der Besucher stieß das gute Angebot an Flyern an unserem Stand, besonders gut kam die Broschüre „Vögel im Garten – Schützen, Helfen, Beobachten“ an und regte zu mancherlei Fach- und Beratungsgespräch an. Sehr gefreut haben wir uns über den Besuch von Bürgermeisterin Frau Elfi Scho-Antwerpes an unserem Stand, die sich besonders für das neue Angebot im NABU-Umweltbüro interessierte.

 

Am Ende dieses sonnigen Tages hatten alle Helfer das schöne Gefühl, gute Aufklärung und Beratung zum Schutz der Natur in Köln geleistet und das Engagement des NABU dafür angemessen dargestellt zu haben.

Frau Scho-Antwerpes und Martin Verfürth
Frau Scho-Antwerpes und Martin Verfürth

Girls' day in der NABU-Geschäftsstelle:

Am 28. April nahm die NABU-Geschäftsstelle am diesjährigen Girls' day teil.
Der Girls' day richtet sich an Schülerinnen ab der 5. Klasse. Die Mädchen haben an diesem Tag die Möglichkeit, in Bereiche der Naturwissenschaften, Technik, IT und des Handwerks reinzuschnuppern, in denen Frauen bisher eher selten vertreten sind.
Zu Beginn des Girls'day  in der NABU-Geschäftsstelle gab Franz Lindinger eine Einführung in die Grundbegriffe der Vogelkunde. Er hat Lena und Vivien erklärt, warum Vögel fliegen können: Sie brauchen dazu ein spezielles Herz-Lungen-System und leichte pneumatisierte Knochen, und die Flügel haben eine besondere Form. Danach hat Franz den Mädchen gezeigt, nach welchen optischen und akustischen Merkmalen man Vögel unterscheiden bzw. erkennen kann. Zu den visuellen Merkmalen gehören unter anderem die Topografie, die Silhouette und das Flugbild. Akustisch lassen sich Vögel an Gesängen, Rufen oder Instrumentallauten erkennen. Anhand einer Schautafel wurden die häufigsten Vogelarten, die man in Köln antreffen kann, vorgestellt. Im Anschluss gab es noch eine kurze Einweisung in den Vogelführer, in dem sich Vivien und Lena besonders genau Zilpzalp und Fitis angeschaut haben, um die sehr feinen optischen Unterschiede herauszufinden. Und nach Hörbeispielen der Gesänge der beiden Laubsänger wurde ihnen klar, dass man Vögel nicht mal sehen muss, um sie bestimmen zu können.
Um das neue Wissen auch gleich anzuwenden, ging es bepackt mit Ferngläsern und Spektiv in den nahegelegenen Römerpark. Dort entdeckten die Mädchen neben Rotkehlchen, Buch- und Grünfink auch Halsbandsittiche. Von der Südbrücke wanderte die Gruppe die ehemalige Rhenania entlang, wo die Schülerinnen Kormorane und Nilgänse erspähten. Bis zur Mittagspause in der Geschäftsstelle konnten Lena und Vivien 15 verschiedene Vogelarten beobachten.
Nach der Pause gab Birgit Röttering noch einen Einblick in die Welt der Wildbienen. Danach bauten die Mädchen mit Unterstützung von Axel Goldmann Wildbienen-Nisthilfen. Dabei lernten die beiden handwerkliche Arbeiten wie Bohren, Ansenken und Schleifen kennen. Die Nisthilfen aus Eiche und Hainbuche durften Vivien und Lena natürlich mit nach Hause nehmen, wo sie nun im Garten hängen.

Lena und Vivien

Frühjahrstipp: Nisthilfen für Wildbienen aufhängen

Mauerbiene, Bild: V. Unterladstetter
Mauerbiene, Bild: V. Unterladstetter

 Der NABU Köln empfiehlt, die schönen sonnigen Tage im Frühjahr zu nutzen und Wildbienennisthilfen im Garten oder auf dem Balkon aufzuhängen. Fast alle Wildbienenarten sind Einsiedler bzw. Solitärbienen. Bei dem Begriff "Biene" denken viele Menschen zunächst an die Honigbiene. Dass es aber in Deutschland mehr als 500 verschiedene Bienen-Arten gibt, ist vielen nicht bewusst. Und auch die Hummeln gehören zu den Wildbienen. Die fleißigen Insekten haben eine hohe landschaftsökologische Bedeutung und spielen eine unverzichtbare Rolle bei der Bestäubung von Obstbäumen, Beerensträuchern und Gemüsepflanzen.

Je nach Art bauen Wildbienen ihr Nest zum Beispiel im Boden, in den Käferfraßgängen toter Holzstämme oder in abgestorbenen Pflanzenstängeln. Diese natürlichen Nistplätze werden immer seltener und sind in aufgeräumten Gärten oder auf dem Balkon kaum vorhanden. Dort kann man Wildbienen mit künstlichen Nisthilfen unterstützen. Wildbienennisthilfen hängen am besten in sonniger, warmer und wettergeschützter Lage. Man kann sie selbst zum Beispiel aus Hartholzblöcken oder hohlen Pflanzenstängeln basteln, es gibt sie aber auch fertig zu kaufen.

Im Rahmen des Kooperationsprojektes des NABU Arbeitskreises "Park und Friedhof" mit dem Fachverband der Kölner Friedhofsgärtner wurden bereits 10 Wildbienenhotels auf den Kölner Friedhöfen aufgestellt. Zu besichtigen sind diese Nisthilfen z.B. in den Bestattungsgärten auf dem Melatenfriedhof, dem Westfriedhof und dem Mülheimer Friedhof. Weitere 6 Wildbienenhotels stehen auf dem Nordfriedhof. Diese wurden vom NABU finanziert und vom städtischen Gärtnermeister des Nordfriedhofs, Herrn Zajber, an geeigneten Standorten fest im Boden verankert.

Rund die Hälfte der Arten ist in ihrem Bestand mittlerweile gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Die größte Gefahr für die Blütenbesucher ist die industrielle Landwirtschaft: In der ausgeräumten Landschaft, wo Monokulturen wie Mais vorherrschen, wird das Blütenangebot immer geringer, Wildbienen finden hier keine Nahrung mehr. Pestizide, wie etwa die berüchtigten Neonikotinoide, stellen eine weitere Gefährdung dar. Städte hingegen haben ein überraschend hohes Potential zu Sicherung der Biodiversität. Die Sichtweise von Stadt als naturfernem und Land als naturnahem Raum ist damit längst überholt, da immer mehr Arten auch oder überwiegend im Stadtgebiet vorkommen.Text:

Birgit Röttering

NABU-Köln: Alteburger Str. 60

Tel. 0221 7902889

unsere nächsten Veranstaltungen:

Siehe auch auf Veranstaltung

Lange Nacht im AquariumSamstag, 18.11.2017, 18:00 – 23:00 Uhr

Projekt: Mauerseglerschutz

 

Rundbrief-2017-03.pdf
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Zu unserer Stellungnahme hier...

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Kunstrasen im Grüngürtel?

Mitmach-Aktion Eulen !

Eulen im Kölner Raum.

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