Mauerseglerschutz in Köln – Wohnungsbau für die Sommergäste

Foto: Peter Kremer
Foto: Peter Kremer

 

Der Mauersegler (Apus apus) ist ein Kulturfolger, der den Menschen im Laufe der Zeit in die Städte und Häuser gefolgt ist. Er ist ein Höhlenbrüter, der kleine Nischen an Gebäuden nutzt und dort sein flaches Nest, bestehend aus Halmen, Blättern, Federn baut. Der wissenschaftliche Name „Apus apus“ leitet sich von dem griechischen Wort fußlos ab und ist ein Hinweis auf die kurzen, kaum erkennbaren Stummelfüßchen. Mauersegler sind geniale Segler, die fast nie am Boden zu sehen sind. Nur während der Brut landen sie und sind dann in Dachnischen oder auf Mauerlücken auf ihrem Nest zu finden. Ansonsten sind sie fast immer in der Luft. Sie können zehn Monate nonstop in der Luft ohne jeglichen Bodenkontakt verbringen.

Auch die Jungvögel starten direkt nach ihrem ersten Jungfernflug durch. Sie stürzen sich regelrecht aus ihrer Bruthöhle und fliegen ab dahin bis zu ihrer ersten Brut im übernächsten Jahr durch. Die Thermik wird von den Segler optimal genutzt: sie nehmen die aufsteigende Warmluft zum Segeln, verlieren sie an Höhe, schieben sie wieder kurze Schlafphasen ein. Häufig kippen sie ihren Körper um die Längsachse, eine Übung, wie sie Kunstflieger bei Flugschauen vorführen.

Foto: NABU/D. Erlenbach
Foto: NABU/D. Erlenbach

Der Mauersegler hat es in den letzten Jahren immer schwerer, durch die Sanierungen der Häuser, der Verdichtungen von Dächern und Dachböden leidet er mittlerweile unter einer gewissen Wohnungsnot. Auch die Wärmeschutzmaßnahmen an Häuserfassaden und das Beseitigen der Nester aus optischen und hygienischen Gründen haben zum Rückgang der Art geführt.

Als Langstreckenzieher überwintern die Mauersegler im südlichen Afrika und kehren erst Ende April in unsere heimischen Gebiete zurück. Nur drei Monate haben sie Zeit für die Paarung, die Brut und die Aufzucht der Jungen, bevor sie Anfang August wieder in ihre Überwinterungsgebiete, die fast 10.000 km entfernt liegen, zurückkehren.

 

Der NABU Stadtverband möchte mit diesem zweijährigen Artenschutzprojekt dem Mauersegler unter die Arme greifen und neben Öffentlichkeitsarbeit auch zahlreiche Nistkästen an Kölner Häuser anbringen.

Konkret beinhaltet das Projekt:

  • Erfassung und Kartierung der Mauerseglerbrutplätze – Mitmachaktion für alle Kölner

  • Anbringung von Nistkästen aus Holz und Holzbeton an Kölner Häuser bei Verlust von Nistplätzen

  • Beratung bei der Anbringung von neuen Kästen und dem Schutz von alten Brutplätzen

  • Mauersegler-Exkursionen durch das Kölner Stadtgebiet

  • Malwettbewerb für Kinder, Schulklassen, Kitas etc.

  • Multiplikatorenschulung für ehrenamtliche Mauerseglerbetreuer

  • Erstellung von Informationsmaterial

Wenn Sie jetzt neue Nistkästen an ihrem Haus für den Mauersegler anbringen möchten, melden Sie sich einfach bei uns, wir stellen kostenlose Nisthilfen zur Verfügung!

Kontakt: Birgit Röttering - birgit.roettering@NABU-Koeln.de

 

Wir danken der Stiftung für Umwelt und Entwicklung und der HIT-Stiftung für die Unterstützung!


unsere nächsten Veranstaltungen:

Siehe auch auf Veranstaltung

Lernprojekt Botanische Bestimmungsübungen Sonntag, 26.03.2017, 11:00 Uhr

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Vortrag im Bürgerhaus Stollwerck

Wald selbst bewirtschaften - ist das realistisch? Dienstag 28.03.2017  19:30 - 21:00 Uhr

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Stammtisch 3.04.2017 19:00 Uhr

Im Kurfürstenhof, Bonner Str. 21

Tipps zum Gemüseanbau auf dem Balkon? Hier erfahren Sie mehr!

Projekt: Mauerseglerschutz

 

Neue Kindergruppe in Finkens Garten!

Umweltbüro auf Gut Leidenhausen.

Öffnungszeiten: Montag u. Donnerstag von 10-12 Uhr

BürgerInitiative:

"Grüngürtel für Alle"

Zu unserer Stellungnahme hier...

Ein Beitrag auf WDR 5

Kunstrasen im Grüngürtel?

Mitmach-Aktion Eulen !

Eulen im Kölner Raum.

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