Mauersegler-Meldeaktion:

Im Rahmen unseres Projektes möchten wir die Kölner aufrufen, uns die ersten ankommenden Mauersegler zu melden. Schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular eine email oder rufen Sie uns unter 0221 - 790 2889 an.

Darüberhinaus ist es für uns von großem Interesse, wo sich in Köln Brutplätze von Mauersegler befinden, um einen Überblick über die Bestandsentwicklung zu bekommen. Die Bestände haben seit den 1990er Jahren stark abgenommen und sind wahrscheinlich auf den Rückgang von Nistplätzen infolge von Sanierungen von Gebäuden zurückzuführen. Wenn Sie also irgendwo einen vermehrten Einflug in Dachgiebeln oder anderen Hohlräume an Dächern sehen, melden Sie uns einfach Ihre Beobachtung.

Mauersegler-Meldeaktion: birgit.roettering@NABU-Koeln.de

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Mauerseglerschutz in Köln – Wohnungsbau für die Sommergäste

Foto: Peter Kremer
Foto: Peter Kremer

Der Mauersegler (Apus apus) ist ein Kulturfolger, der den Menschen im Laufe der Zeit in die Städte und Häuser gefolgt ist. Er ist ein Höhlenbrüter, der kleine Nischen an Gebäuden nutzt und dort sein flaches Nest, bestehend aus Halmen, Blättern, Federn baut. Der wissenschaftliche Name „Apus apus“ leitet sich von dem griechischen Wort fußlos ab und ist ein Hinweis auf die kurzen, kaum erkennbaren Stummelfüßchen. Mauersegler sind geniale Segler, die fast nie am Boden zu sehen sind. Nur während der Brut landen sie und sind dann in Dachnischen oder auf Mauerlücken auf ihrem Nest zu finden. Ansonsten sind sie fast immer in der Luft. Sie können zehn Monate nonstop in der Luft ohne jeglichen Bodenkontakt verbringen.

Auch die Jungvögel starten direkt nach ihrem ersten Jungfernflug durch. Sie stürzen sich regelrecht aus ihrer Bruthöhle und fliegen ab dahin bis zu ihrer ersten Brut im übernächsten Jahr durch. Die Thermik wird von den Segler optimal genutzt: sie nehmen die aufsteigende Warmluft zum Segeln, verlieren sie an Höhe, schieben sie wieder kurze Schlafphasen ein. Häufig kippen sie ihren Körper um die Längsachse, eine Übung, wie sie Kunstflieger bei Flugschauen vorführen.

Foto: NABU/D. Erlenbach
Foto: NABU/D. Erlenbach

Der Mauersegler hat es in den letzten Jahren immer schwerer, durch die Sanierungen der Häuser, der Verdichtungen von Dächern und Dachböden leidet er mittlerweile unter einer gewissen Wohnungsnot. Auch die Wärmeschutzmaßnahmen an Häuserfassaden und das Beseitigen der Nester aus optischen und hygienischen Gründen haben zum Rückgang der Art geführt.

Als Langstreckenzieher überwintern die Mauersegler im südlichen Afrika und kehren erst Ende April in unsere heimischen Gebiete zurück. Nur drei Monate haben sie Zeit für die Paarung, die Brut und die Aufzucht der Jungen, bevor sie Anfang August wieder in ihre Überwinterungsgebiete, die fast 10.000 km entfernt liegen, zurückkehren.

 

Der NABU Stadtverband möchte mit diesem zweijährigen Artenschutzprojekt dem Mauersegler unter die Arme greifen und neben Öffentlichkeitsarbeit auch zahlreiche Nistkästen an Kölner Häuser anbringen.

Konkret beinhaltet das Projekt:

  • Erfassung und Kartierung der Mauerseglerbrutplätze – Mitmachaktion für alle Kölner

  • Anbringung von Nistkästen aus Holz und Holzbeton an Kölner Häuser bei Verlust von Nistplätzen

  • Beratung bei der Anbringung von neuen Kästen und dem Schutz von alten Brutplätzen

  • Mauersegler-Exkursionen durch das Kölner Stadtgebiet

  • Malwettbewerb für Kinder, Schulklassen, Kitas etc.

  • Multiplikatorenschulung für ehrenamtliche Mauerseglerbetreuer

  • Erstellung von Informationsmaterial

Wenn Sie jetzt neue Nistkästen an ihrem Haus für den Mauersegler anbringen möchten, melden Sie sich einfach bei uns, wir stellen kostenlose Nisthilfen zur Verfügung!

Wir danken der Stiftung für Umwelt und Entwicklung und der HIT-Stiftung für die Unterstützung!


Hier der Steckbrief zum Mauersegler von Achim Kemper
Steckbrief Mauersegler 2017.pdf
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NABU-Köln: Alteburger Str. 60

Tel. 0221 7902889

unsere nächsten Veranstaltungen:

Siehe auch auf Veranstaltung

Lange Nacht im AquariumSamstag, 18.11.2017, 18:00 – 23:00 Uhr

Projekt: Mauerseglerschutz

 

Rundbrief-2017-03.pdf
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Frühere Rundbriefe finden Sie hier

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