Die Haselmaus ist Wildtier des Jahres 2017

Foto: Dieter Bark
Foto: Dieter Bark
Knopfaugen und großer Appetit auf Nüsse

 

Die Haselmaus ist Wildtier des Jahres 2017

Noch bis Ende März machen die Haselmäuse Winterpause. Was die Langschläfer nicht ahnen: Als Wildtier des Jahres sollen sie 2017 in die Schlagzeilen. Die Deutsche Wildtier Stiftung hat sich gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild für den kleinsten Vertreter unserer Schläfmäuse (Bilche) entschieden.

Haselmäuse haben viele Probleme: Ausgeräumte Agrarlandschaften ohne artenreiche Hecken und Gehölze, strukturarme Waldränder und der Mangel an unterschiedlichen Baumfrüchten sind maßgeblich für den Rückgang der Population mitverantwortlich.

Haselmäuse haben eine reichhaltige Speisekarte. Sie fressen im Frühjahr die Knospen und Blüten, vertilgen im Sommer auch mal Insekten. Im Herbst mögen sie am liebsten Nüsse - wie der Name verrät, bevorzugen sie Haselnüsse. Sie brauchen das Fett, um sich genügend Speck für den Winterschlaf anzufressen. Zum Überwintern bauen Haselmäuse dicht gewobene Nester in der Laubschicht am Boden. Ende März erwachen die Langschläfer aus ihrem halbjährigen Schlaf.

Wildtier des Jahres 2016:  Der Feldhamster

Bild:  "kleinsaeuger.at".     Zum Vergrößern klicken!
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Der Feldhamster (Cricetus cricetus)

Unter den vielen Jahrestieren und Jahrespflanzen gibt es eine Nennung für das „ Wildtier des Jahres“, ausgewählt von der „Schutzgemeinschaft Deutsches Wild“. Die Wahl fiel dieses Jahr auf den Feldhamster, der auch unsere besondere Aufmerksamkeit erfordert. Feldhamster stehen unter dem besonderen Schutz der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Anhang IV-Art), sie sind in Deutschland akut vom Aussterben bedroht. Es werden bereits im Zoo Heidelberg Feldhamster in einer Erhaltungszucht gehalten, um sie später in geeignete Schutzgebiete wieder frei zu lassen und damit das Aussterben hoffentlich vermeiden zu helfen.
 Dabei galt der Feldhamster noch bis vor 30 Jahre als Schädling in der Landwirtschaft, da sie auf Getreideäcker leben und pro Jahr mehrere Kilogramm Getreidekörner und Sämereien als Nahrung benötigen, die sie insbesondere als Wintervorrat in ihrem unterirdischen Bau ansammeln. Mit den modernen Anbau- und Erntemethoden in der intensiven, industriellen Landwirtschaft wird dem Feldhamster die Nahrungsgrundlage entzogen. Die Erntemaschinen sorgen dafür, dass keine Getreidekörner auf dem Acker zurückbleiben. Zudem werden die abgeernteten Felder schnell umgepflügt, der Feldhamster kann nicht genügend Wintervorräte ansammeln und es besteht die Gefahr, dass er vor dem Frühjahr verhungert. Feldhamster brauchen aber eine hohe Reproduktionsrate, da sie viele Fressfeinde haben (Füchse, Wiesel, Greifvögel, wildernde Hauskatzen). Wenn keine ausreichende Nahrung zur Verfügung steht und sie zu wenig Schutz vor ihren Feinden finden, bricht der Feldhamsterbestand schnell zusammen. Der Feldhamster kann nur überleben, wenn Ackerflächen hamstergerecht bewirtschaftet werden. Nur wenn die Feldhamster genügend Nahrung finden und Deckung vor ihren Feinden, haben sie eine Überlebenschance! Eine wichtige Maßnahme ist, dass die Landwirte Getreidestreifen stehen lassen, die Feldhamstern Deckung und Futter bieten. Sie werden erst umgepflügt, nachdem sich die Hamster für den Winterschlaf in ihren Bau zurückgezogen haben und vorher in Ruhe und geschützt Samen und Körner für ihren Winterschlaf sammeln konnten.
Beim NABU engagiert sich insbesondere der Landesverband Baden Württemberg für den Feldhamsterschutz.

Weiter Informationen dazu finden sich unter: https://baden-wuerttemberg.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/feldhamster/

unsere nächsten Veranstaltungen:

Siehe auch auf Veranstaltung

Die Wälder der Nordheide im Herbst, Sonntag, 05.11.2017, 10:00 Uhr

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Lange Nacht im AquariumSamstag, 18.11.2017, 18:00 – 23:00 Uhr

Projekt: Mauerseglerschutz

 

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Frühere Rundbriefe finden Sie hier

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