Die Blume des Jahres

Blume des Jahres 2017: Der Klatschmohn

Foto: A.Kölbach
Foto: A.Kölbach

Mit der Entscheidung möchte die Loki Schmidt Stiftung auf die Gefährdung und den Verlust von Ackerwildblumen aufmerksam machen. Zudem soll für die Förderung der bunten Vielfalt im Landbau geworben werden.

 

In den intensiv bewirtschafteten Äckern lebten ursprünglich rund 350 Pflanzenarten. Viele davon können heute als biologisches Erbe unserer Kulturgeschichte angesehen werden. Durch moderne Technik und Spritzmittel wurden in den letzten Jahrzehnten fast alle Ackerwildpflanzen an den Rand des Aussterbens gedrängt. „Eine ganze Lebensgemeinschaft, die uns seit tausenden Jahren begleitet, droht zu verschwinden“, so Axel Jahn. Durch den Rückgang der Vielfalt im Ackerland sind vor allem auch Bestäuber wie beispielsweise Schmetterlinge und Bienen sehr stark bedroht. Andere Insekten und Spinnen, die diese Wildpflanzen als Nahrungspflanzen und als Refugien nutzen, sind ebenfalls betroffen. Viele dieser Tierarten halten landwirtschaftlich bedeutende Schädlinge wie Blattläuse in Schach. Die Verarmung der Ackerlebensgemeinschaft ist also auch für die Landwirtschaft ein zunehmendes Problem.

Die Wiesen-Schlüsselblume war die Blume des Jahres 2016

Foto : A. Jahn, Loki Schmidt Stiftung
Foto : A. Jahn, Loki Schmidt Stiftung

Die Loki Schmidt Stiftung hat die Wiesen-Schlüsselblume (Primula veris) zur Blume des Jahres 2016 ernannt. Damit soll für den Schutz dieser selten gewordenen Pflanze geworben werden, die in den meisten Bundesländern auf der Roten Liste der gefährdeten Arten steht. Die Blume des Jahres steht immer auch stellvertretend für einen bedrohten Lebensraum. Bei der Wiesen-Schlüsselblume sind dies sonnige, eher trockene Wiesen und lichte Wälder auf kalkhaltigen Böden.

Die satt gelben Blüten schmücken zur Osterzeit in vielen Gegenden Deutschlands Wiesen, Wegränder und Böschungen. Sie gelten als Frühlingsboten. Dennoch wird die Wiesen-Schlüsselblume in vielen Gebieten immer seltener. Die intensive Nutzung von Wiesen und Weiden, die Düngung, und auch der Umbruch von Grünland zu Ackerland führen dazu, dass die Pflanze an vielen Orten nicht mehr zu finden ist. An anderen Stellen wurde die traditionelle Nutzung der Wiesen aufgegeben, so dass Büsche und Bäume dort die lichtliebenden Schlüsselblumen verdrängen. Zwar kann die Blume des Jahres 2016 auch in lichten Wäldern wachsen, aber wenn die Beschattung im Wald zu stark wird, verschwindet sie.

 

Die Wiesen-Schlüsselblume ist bundesweit verbreitet. Allerdings sind die von ihr bevorzugten kalkhaltigen Böden im Norden eher selten, im Süden Deutschlands aber vielfach vorhanden. So kommt es, dass die Blume des Jahres 2016 vor allem im Norden Deutschlands in den Roten Listen der Bundesländer als stark gefährdet eingestuft wird. Die Wiesen-Schlüsselblumen werden von zahlreichen Insekten bestäubt, wie z. B. Schmetterlingen, Hummeln, verschiedenen Fliegenarten und vielen anderen.

Foto: H. Timmann, Loki Schmidt Stiftung
Foto: H. Timmann, Loki Schmidt Stiftung

Die attraktive, mehrjährige Staude erreicht eine Höhe von 20 cm und erfreut uns von März bis Mai mit ihren sattgelben Blüten. Jedes ihrer Blütenblätter trägt ein orangefarbenes Saftmal. Die Blüten stehen zu mehreren eng beieinander an einem Stiel und haben einen angenehmen Duft. Ihre Anordnung erinnert an ein Schlüsselbund, was den Namen der Blume erklärt. Der wissenschaftliche Name Primula (die erste) veris (Frühling) bedeutet in etwa „erste Blume im Frühling“. Die Blume des Jahres 2016 ist daher auch eine beliebte Gartenpflanze. Sie steht bundesweit unter Schutz und darf nicht in der Natur ausgegraben werden. Viele Gärtnereien bieten die Pflanze an. Die Loki Schmidt Stiftung hält Postkarten mit Samentütchen bereit, die kostenlos bestellt werden können.

 

Ein von der Loki Schmidt Stiftung herausgegebener Kalender für das Jahr 2016 stellt die Wiesen-Schlüsselblume und ihren Lebensraum vor. Der Kalender und die Samen der Blume des Jahres 2016 können unter info@loki-schmidt-stiftung.de oder unter der Telefonnummer 040 243443 bestellt werden.

Text: Loki Schmidt Stiftung

Blume des Jahres 2015: Der Gewöhnliche Teufelsabbiss

Gewöhnlicher Teufelsabbiss   Bild: Belladonna
Gewöhnlicher Teufelsabbiss Bild: Belladonna

Der Gewöhnliche Teufelsabbiss (Succisa pratensis), auch einfach Abbiss oder Teufelwurz und Teufelsbiss genannt, ist eine Wiesenstaude aus der Unterfamilie der Kardengewächse.Die Pllanze bevorzugt wechselfeuchte, basenreiche, mäßig saure und humose Böden, sie wird etwa 30–50 cm hoch. Der Teufelsabbiss besitzt in einer Rosette angeordnete, gegenständige längliche bis länglich-lanzettliche Blätter, deren Ränder meist ganzrandig ausgestaltet sind. Zwischen Juli und September entwickelt die Pflanze violette bis blaue Blüten. Diese stehen zu 50 bis 80 Blüten zusammengefasst in einem halbkugeligem Körbchen zusammen.Der Gewöhnliche Teufelsabbiss dient verschiedenen Schmetterlingen als Nektar-, bzw. deren Raupen als Futterpflanze. Den Nektar schätzen insbesondere gefährdete Arten wie der Lungenenzian-Ameisenbläuling, der Braunfleckiger Perlmutterfalter, das Sumpfhornklee-Widderchen, das Blutströpfchen, der Riedteufel oder das noch relativ häufig vorkommende Große Ochsenauge. Quelle: Wikipedia

Blume des Jahres 2014: Die Schwanenblume

Schwanenblume
Schwanenblume

Die Loki Schmidt Stiftung hat die Schwanenblume zur Blume des Jahres 2014 ernannt. Die Schwanenblume steht stellvertretend für die Arten der Flussauen und Marschgebiete. Ihre in Weiß- und Rottönen leuchtenden Blüten begleiten uns durch den Sommer. Ihre bis zu anderthalb Meter hohen Blütenstände scheinen über dem Röhricht zu schweben.

 

Mehr Infos zu der Schwanenblume

Blume des Jahres 2013: Das Leberblümchen

Leberblümchen
Leberblümchen

Durch die Wahl der Blume des Jahres möchte die Loki Schmidt Stiftung die Aufmerksamkeit auf das Leberblümchen (Hepatica nobilis) lenken. Damit soll für den Schutz dieser bedrohten Pflanze geworben werden, die in vielen Bundesländern bereits auf der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt wird. Die Blume des Jahres repräsentiert immer auch einen Lebensraum. Beim Leberblümchen sind dies alte Buchen- und Laubmischwälder, die einen kalk- und humusreichen Boden haben.

unsere nächsten Veranstaltungen:

Siehe auch auf Veranstaltung

Sommerfest in Finkens Garten

Sonntag, 02.07.2017, ab 10:30 Uhr

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Mauerseglerseminar Mitwoch, 05/07/2017

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Botanische Exkursion zu Wildblumen und Kräutern

Sonntag, 09.07.2017, 09:00 Uhr

Projekt: Mauerseglerschutz

 

Umweltbüro auf Gut Leidenhausen.

Öffnungszeiten: Montag u. Donnerstag von 10-12 Uhr

Tipps zum Gemüseanbau auf dem Balkon? Hier erfahren Sie mehr!

Neue Kindergruppe in Finkens Garten!

BürgerInitiative:

"Grüngürtel für Alle"

Zu unserer Stellungnahme hier...

Ein Beitrag auf WDR 5

Kunstrasen im Grüngürtel?

Mitmach-Aktion Eulen !

Eulen im Kölner Raum.

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