Der Baum des Jahres

Die Fichte ist der Baum des Jahres 2017

Foto: Helge May
Foto: Helge May

Die Wahl der Fichte zum Baum des Jahres 2017 gibt Gelegenheit, über die künftige Entwicklung dieser Baumart zu diskutieren. In nur wenigen Regionen Deutschland wächst die Fichte von Natur aus. Ohne den Einfluss des Menschen wäre sie wäre eine regional sehr begrenzt vorkommende Waldbaumart, die es in den allermeisten Bundesländern gar nicht gäbe. Tatsächlich aber ist sie heute mit 26 Prozent der Waldfläche die am stärksten verbreitete Baumart – zum Vergleich: Kiefer 22,9 Prozent, Buche 15,8 Prozent, Eiche 10,6 Prozent. Besonders hoch ist der Fichtenanteil in Bayern, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Die Winterlinde war Baum des Jahres 2016

Winter-Linde (Tilia cordata)
Winter-Linde (Tilia cordata)

Die Winterlinde, die bis zu 25 Meter hoch wird und ein Alter von 1000 Jahren erreichen kann, blüht etwas später als ihre „Schwester“, die Sommerlinde, die bereits 1991 zum Baum des Jahres gekürt wurde. Zur Unterscheidung lohnt sich ein Blick auf die Blattunterseiten. Diese sind bei der Winterlinde kahl und mit einigen rotbraunen Härchenbüscheln versehen. Bei der Sommerlinde sind diese „Bärte“ dagegen weiß. Die Blüten der Winterlinde erscheinen erst ab Ende Juni – fast zwei Wochen später als die der Sommerlinde. Sie blüht damit am spätesten von allen heimischen Baumarten.

 

Seit Jahrhunderten dient die Winterlinde dem Menschen als Apotheke: Lindenblüten werden als Tee und Arzneimittel zum Beispiel bei Erkältungskrankheiten verwendet. Außerdem sind die Blüten wichtige Nahrungsquelle für Bienen, entsprechend beliebt ist der süße Lindenblütenhonig. Der kulinarische Einfluss geht noch weiter. „Zur Linde“ ist ein häufiger Gasthausname in Deutschland. Dorflinden, Gerichtslinden, Kirchlinden, Tanzlinden und Hoflinden ebenso wie Sagen und Ortsnamen zeugten von einer „jahrhundertelangen vielseitigen Bedeutung“.

 

Lindenholz ist meist weißlich bis gelblich und gehört zu den weichen Hölzern. Es wird deshalb vor allem im Innenbereich verwendet und auch Bildhauer und Holzschnitzer arbeiten gerne mit dem Lindenholz. Viele berühmte Meisterwerke in der Sakralkunst, zum Beispiel von Tilman Riemenschneider und Veit Stoß, wurden aus Lindenholz gefertigt.

Quelle: NABU.de

Der Feld-Ahorn war Baum des Jahres 2015

 

Damit steht im Jahr 2015 eine zierliche Baumart als Baum des Jahres im Mittelpunkt, die oft übersehen oder vergessen wird: der Feld-Ahorn (Acer campestre) oder Maßholder. Für forstliche Nutzungen reichen die Stammstärken oft nicht aus. Das Holz ist zudem den beiden „großen Brüdern“ Spitz- und Berg-Ahorn recht ähnlich, so dass es nicht unterschieden wird. Klein, mehrstämmig, unauffällig: es wird Zeit, dass diese eher seltene „Nebenbaumart“ mehr beachtet wird.

 

Auf Grund seiner hohen Trockenheitstoleranz, seines langsamen Wachtums und seiner geringen Wuchshöhe verbunden mit seiner Robustheit gegen Salz- Immissions - und Ozonbelastung ist er der geradezu ideale Straßenbaum, zumal er jeden Rückschnitt oder auch Formschnitt gut verträgt.

Auch die goldgelbe und manchmal ins rote wechselnde lang anhaltende Herbstfärbung zeichnet diese lange vergessene Baumart aus. Die Früchte mit ahorntypischen Doppelflügelnüsschen färben sich schon im Juni intensiv rot.

Die Traubeneiche - Baum des Jahres 2014

Traubeneiche    © Jörg Pape
Traubeneiche © Jörg Pape

Die Eiche ist sicher der Baum, dem die Deutschen am meisten verbunden sind. Oft besungen und bedichtet, verewigt in Münzen und Wappen, sturmfest und erdverwachsen - so kennen wir unsere Eichen und ihre sinnbildliche Standfestigkeit. Die Traubeneiche, deren Eicheln gehäuft in kleinen Trauben am Zweig sitzen, ist die Baumart der Hügel und niedriger Berglagen. Ihre Schwester die Stieleiche, bei der die Eicheln vereinzelt an langen Stielen sitzen,finden wir in den Ebenen und Auen. Die hohe Lebenserwartung der Eiche, die über 1000 Jahre alt werden kann, begründete ihre Verehrung bei Kelten und Germanen als heiliger Baum. Vor allem alte Eichenwälder sind Lebensraum für viele Vögel, Insekten und Pilze. Als Lichtbaumart braucht die Eiche in den Wäldern Pflege und Unterstützung, dankt uns das aber durch ihre Beständigkeit, die ihre große Bedeutung auch beim Klimawandel unterstreicht.

Traubeneiche    © Jörg Pape
Traubeneiche © Jörg Pape

Eines braucht die Eiche dringend: Licht - viel Licht! Dafür ist ihre Krone lichtdurchlässig und der Platz unter ihr ist ein Paradies für viele lichtbedürftige Arten, aber auch für Pilze - wie beispielsweise den Steinpilz. Viele Insekten lieben sie innig, was ihr manchmal fast zum Verhängnis wird: Schädlinge wie Forstspanner, Eichenwickler und Schwammspinner können sie kahlfressen. Einer "starken Eiche" macht das nichts, wenn es nicht jedes Jahr passiert. Sie bildet einfach einen zweiten Trieb, den Johannistrieb, weil das meistens um "Johanni" passiert. In Prozessschutzwäldern, in denen auf jegliche Nutzung und Steuerung durch den Menschen verzichtet wird, ist dies mitunter ein Dilemma für den Naturschutz: Die Traubeneiche wird schnell durch die unverträgliche und schattenertragende Buche verdrängt, was zum Verlust Arten führt, die an die Eiche gebunden sind. Eichenbockkäfer und Hirschkäfer, aber auch der Mittelspecht könnten aus dem Eichentierheim der Natur in Bedrängnis geraten. Mit ihren Früchten erfreut sie die Tiere des Waldes wie Rothirsch, Wildschwein, Eichhörnchen und Eichelhäher. Zu Zeiten, als man die Haustiere noch in den Wald trieb, hieß es: „Unter den Eichen wachsen die besten Schinken!“

Wanderung zu den Traubeneichenwäldern

Zum Erlebnis von Traubeneichenwäldern wandern Sie mit der NABU- Wanderkarte vom Parkplatz "Stellweg/Fliegenberg" an der Altenrather Straße über den Stellweg zum Telegraphenberg und von dort weiter bis zum Forsthaus Telegraph. Auf dem Telegraphenberg und rechts und links des Weges wachsen beeindruckende autochtone Traubeneichenwälder.

Ein Ausschnitt aus unserer Wanderkarte für die Traubeneichenwanderung:

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unsere nächsten Veranstaltungen:

Siehe auch auf Veranstaltung

Die Wälder der Nordheide im Herbst, Sonntag, 05.11.2017, 10:00 Uhr

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Lange Nacht im AquariumSamstag, 18.11.2017, 18:00 – 23:00 Uhr

Projekt: Mauerseglerschutz

 

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