Arbeitskreis Ornithologie

Aktiv für die gefiederten Bewohner von Köln

Bluthänfling
Bluthänfling

Neue Mitstreiter sind im Arbeitskreis stets willkommen und können über einen der Ansprechpartner mit uns Kontakt aufnehmen. Vielleicht können Sie schon bei einem unserer nächsten Projekte aktiv mithelfen.
Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig alle 2 Monate, in der NABU Geschäftsstelle, zu Exkursionen und anderen Projekten.

Eine große Luftnummer - der Mauersegler

Wussten Sie, dass die Mauersegler bei ihrer Rückkehr aus Afrika im April/Mai nicht im großen Schwarm ankommen sondern einzeln hintereinander fliegend wie Perlen auf einer Schnur? Und dann geht eine großes Geschrei los - es wird Screaming genannt - das die Mauersegler veranstalten, wenn sie zu ihrem alten Gebiet zurückkehren. Es dient der Harmonisierung in der Gruppe. Danach beginnt die rasante Flugbalz, bei der die beiden adulten Mauersegler in der Nähe ihres Nest-Standortes laut schreiend enge Verfolgungsjagden veranstalten. Beide Altvögel sammeln in der Luft schwebende Teilchen wie Federn, Halme, Fasern, Blätter, Samen und Haare und tragen sie zum Nistplatz, wo sie mit Speichel zusammengeklebt werden. Durch Körperdrehungen formen sie dann eine Nistmulde, in die 2 - 3 Eier gelegt werden. Die Brutdauer beträgt je nach Wetterlage 18 - 27 Tage. Die Jungen sind Nesthocker, die zwischen 37 und 56 Tage im Nest gefüttert werden. Und die Fütterung geschieht nicht durch Fütterung einzelner Insekten sondern das Futter wird mit Speichel zu kleinen Kugeln in Haselnuss-Größe geformt und den Jungen tief in den Rachen gestopft. Und wohin verschwinden die Mauersegler in der Zeit der Dämmerung? Sie schrauben sich 2 - 3 Kilometer in die Höhe und fliegen dort - schlafend - im Kreis. Es gäbe noch viel mehr zu berichten, denn der ausgezeichnete Vortrag von Achim Kemper enthielt so viel Interessantes, dass man damit einen ganzen Tag füllen könnte.

Das Mauerseglerseminar wurde von der SUE - Stiftung für Umwelt und Entwicklung finanziert.

Text: Christina Wohlfahrt

Waldschnepfen-Exkursion im Herfeld der Wahner Heide

Die Waldschnepfe macht mit ihrem typischen Balzflug, dem sogenannten Schnepfenstrich, auf sich aufmerksam. Um dieses Schauspiel mitzuerleben, haben wir uns abends an der ehemaligen Panzerwaschanlage in der Wahner Heide getroffen. Schon auf dem Parkplatz konnten wir drei Flussregenpfeiffer, die Goldammer und ein Neuntöterpärchen beobachten. Ehe es dann Richtung Herfeld ging. Die Schnepfen sind erfahrungsgemäß ab ca 21.30 Uhr zu sehen. Bis dahin war noch Zeit, und so haben wir eine kleine Runde mit Mönchs- und Dorngrasmücke, Wiesenpieper, Bluthänfling, Schwarzkehlchen und Rohrammer eingelegt. Doch schon gegen 21 Uhr war dann die erste Schnepfe zu sehen, die parallel zu den Leuchtfeuern an der Waldgrenze Richtung Osten flog. Von da an haben wir ca 10 Balzflüge gezählt, mal von einer und mal von mehreren Schnepfen gleichzeitig. Auch das „Puizen“ war deutlich zu hören, während das „Kworzen“, der zweite Ruf der Waldschnepfe, leider nicht zu vernehmen war. Deutlich zu erkennen war der im Flug nach unten gerichtete lange Schnabel und der bauchige Rumpf. Dass zum Schluss noch der Vollmond aufging, war das Sahnehäubchen auf dieser tollen Exkursion.

Obwohl es ja eigentlich eine Waldschnepfen-Exkursion war, haben wir so viele andere Vögel gesehen und gehört, dass wir es zur Erinnerung für alle festhalten wollen:

Waldschnepfe, Wiesen- und Baumpieper, Gold- und Rohrammer, Mönchs- und Dorngrasmücke, Turtel- und Ringeltaube, Amsel, Singdrossel, Grün- und Buntspecht, Flussregenpfeifer, Neuntöter, Schwarzkehlchen, Feld und Heidelerche, Mäusebussard, Mauersegler, Feldschwirl, Graureiher, Eichelhäher, Zilpzalp, Fitis, Bluthänfling, Stieglitz, Buchfink, Kohlmeise, Zaunkönig, Rotkehlchen

Text: Franz lindiger u. Volker Binkmann

Fotos: Franz Lindinger

Kinder lernen Vögel kennen

Foto: Tima Blume
Foto: Tima Blume

Am 1. April fanden sich bei erfreulich stabilem Wetter rund 12 Kinder und 18 Erwachsene um 10 Uhr in Finkens Garten ein, um an unserer ersten diesjährigen Kinderführung teilzunehmen. Nach einer sehr anregenden Präsentation von Franz Lindinger zur Einführung in das Thema "Vögel mit Augen und Ohren erkennen" im sog. Packschuppen ging es in zwei Gruppen durch das Gelände und gute zwanzig Minuten je Gruppe auch in die Vogelbeobachtungshütte. Unsere 12 ausgewählten Vögel ließen sich zwar nicht alle sehen, aber fast alle hören. Und zum Ausgleich hörten bzw. sahen wir zudem Buntspecht, Dompfaff und Sommergoldhähnchen, mit denen wir gar nicht fest gerechnet hatten. Die auffälligsten Sänger waren Rotkehlchen und Mönchsgrasmücken.

Das Highlight des Tages waren für viele Kinder (und Eltern) vermutlich der Waldkauz Waldfried und ein namenloser Grünspecht, die sich in aller Ruhe durch die Spektive bewundern und sogar fotografieren ließen. Einige Kinder werden aber auch die niedliche Maus vor der Beobachtungshütte so schnell nicht vergessen.

Text: Volker Brinkmann, Fotos: Franz Lindinger und Tima Blume

Alles für die Schleiereule

Im vorigen Herbst war eine Schleiereule gegen eine große Glasscheibe in der Amares Kita im Stadtwald geflogen und wurde dort bewußtlos aufgefunden. Gegen Abend war sie wieder so hergestellt, dass sie wegfliegen konnte. Nach Besichtigung der Location war uns klar, dass sich dort die Eule  häufiger aufhält, und dass die hohen Fensterscheiben nicht nur für die Eule eine Gefährdung sind.

Mit einigen Mitgliedern unserer Eulengruppe haben wir jetzt die 12 großen Glasscheiben gegen Vogelschlag beklebt. Auch die Schleiereule hat einen Brutkasten bekommen, den die Kita selbst gebaut hat.

Text u. Bilder: Anne-Marie Kölbach

Praktische Eulenhilfe!

Die Auswertung von unserem Eulenprojekt ergab, dass wir besonders den Steinkäuzen und Schleiereulen im Kölner Gebiet mit Nistkästen helfen müssen.

Deshalb haben wir eine „Eulengruppe“ gebildet, von denen jeder ein Gebiet in Köln betreut. Verschiedene Nistkästen hat uns Udo Gerth gebaut; und in dieser Woche wurden dann die ersten fertigen Steinkauzröhren bei herrlichem Frühlingswetter von uns aufgehängt. 

Es werden noch weitere für diesen kleinen Kauz und auch für die großen Schleiereulen folgen. Wir hoffen, dass die Nistkästen schon in diesem oder in den nächsten Jahren von den Eulen bewohnt werden.

Hier ein paar Bilder von der Aufhängung der Röhren:

Text u. Bilder: A.M. Kölbach

Verölte Wasservögel!

In den letzten Tagen sind über 20 Wasservögel mit veröltem Gefieder an Kölner Gewässern beobachtet worden, hauptsächlich Kanadagänse und Stockenten. Für die Wasservögel ist das eine bedrohliche Situation. Das Öl im Gefieder verklebt die Federn, der Vogel wird unterkühlt, er versucht sich vom Öl zu säubern und kämpft schließlich um sein Leben. Er hat kaum eine Chance, ans Fressen zu denken. Die meisten Tiere sterben dann an Unterkühlung. Die einzige Möglichkeit ist, die verölten Vögel einzufangen und von Experten reinigen zu lassen.
Die Ursache für die Ölkontamination ist noch nicht gefunden.
Falls Sie einen durchnässten Wasservogel beobachten melden Sie sich bitte mit genauer Ortsangabe bei den Weiherpaten: info@schwaene.koeln

Bilder: Anne-Marie Kölbach

Warum kommen die Vögel nicht in Ihren Garten?

Foto: Anne-Marie Kölbach
Foto: Anne-Marie Kölbach

Ein reich gedeckter Futterplatz, der erste Nachtfrost, und trotzdem kaum Vögel im Garten an der Futterstelle?

Wahrscheinlich sind 2 Faktoren der Grund, dass die Vögel aus den Gärten wegbleiben:

  1. Das große Angebot an Samen, Nüssen und Beeren in diesem Herbst.
  2. Eine schlechte Brutsaison.

zu 1. In diesem Jahr haben die Bäume und Sträucher verhältnismäßig viele Früchte: es gibt ungewöhnlich viele Bucheckern und die Ahornbäume sind voller Samenkapseln.

Zu 2. Viele Gartenvögel hatten eine schlechte Brutsaison als Folge des kalten und nassen Wetters, und darum gibt es auch weniger Jungvögel.

Quelle: Nature Today

Der Waldkauz ist „Vogel des Jahres 2017“

Bild: Anne-Marie Kölbach
Bild: Anne-Marie Kölbach

Jäger der Nacht

Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen. Dabei spielt der Erhalt alter Bäume eine wichtige Rolle.

Wann haben Sie zuletzt in der Nacht eine Eule rufen gehört? Viele Gegenden sind von Eulen verlassen, entweder weil sie keine Bruthöhlen finden oder das Nahrungsangebot nicht mehr ausreicht. Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU für 2017 den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder gar zu vermehren.

Hier noch weitere Infos vom Waldkauz
Steckbrief für Waldkauz.pdf
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Die Kraniche sind auf dem Weg nach Süden

Jahr für Jahr bietet sich Vogelfreunden im Herbst ein einmaliges Naturschauspiel: Riesige Kranichschwärme ziehen in ihrer unverwechselbaren Flugformation über unsere Köpfe hinweg. Schauen sie mal nach oben und genießen Sie dieses wunderschöne Natur-Erlebnis. Am frühen Nachmittag bis zum Einbruch der Dunkelheit überfliegen die meisten Tiere die Region.

Als Zugvögel wechseln die Kraniche zwei Mal im Jahr zwischen ihren Brutgebieten in Nord- und Osteuropa und den Winterquartieren in Südfrankreich und Spanien.

Zur Zeit kann man sie auf ihrer Route über Köln fast täglich hören und sehen. Die eleganten Vögel mit ihrem markanten Flugbild zu beobachten, ist nicht schwierig. Zuerst hört man ihre trompetenartigen Rufe, und wenn man dann zum Himmel schaut, sieht man sie in riesigen Zügen in der charakteristischen V-förmigen Flugformation über Köln fliegen.

Frageliste für Vogelbeobachtungen

Dem AK werden immer wieder Fragen zu Vögeln gestellt oder Vogelsichtungen mitgeteilt. Falls Sie uns auch eine Sichtung mitteilen möchten, wäre es prima, Sie würden uns folgende Fragen 

möglichst genau beantworten:

Frageliste für Vogelbeobachtungen
Vogelfragen.pdf
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Vogelführung im Worringer Bruch

Am Sonntag, dem 22.5.2016, hat der NABU Köln wieder zu einer ornithologischen Wanderung durch den Worringer Bruch eingeladen. Unter der Leitung von Michael Haeser trafen sich ca. 30 Teilnehmer um 10 Uhr am Senfweg und hatten die Möglichkeit mit dem Spektiv auf die Wasserflächen zu schauen. Neben Kanada- und Nilgänsen mit Nachwuchs waren dort Blässhühner und Zwergtaucher vertreten. Im anschließenden Gang durch den Auwald liessen sich vor allem Buchfink, Zaunkönig und Mönchsgrasmücke eher hören als sehen. Auch das geschwätzige Rufen der Schwanzmeise war zu vernehmen. Auf den anliegenden Feldern und besonders auf den in diesem Jahr neu geschaffenen Ausgleichsflächen waren die Feldlerchen bei ihrem berühmten Singflug zu beobachten. Den Pirol, den man im Bruch unter Umständen auch beobachten kann, liess sich leider nicht blicken. Dafür flog ein Wespenbussard über die Wandergruppe hinweg und war so das Highlight der Führung.

Text und Bilder: Franz Lindinger

Artenliste der Vögel von der Exkursion im Worringer Bruch
Artenliste Worringer Bruch 2016.pdf
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Kinder entdecken singende Frühlingsboten in Finkens Garten

Gut 60 interessierte Kinder und Eltern (je etwa die Hälfte) kamen am Samstag, 9. April, bei prächtigem Wetter um 10 Uhr in Finkens Garten (Köln-Rodenkirchen), um die häufigsten Vögel zu erleben. Mit einem solchen Andrang hatten wir nicht entfernt gerechnet. Eingeladen hatte der NABU Köln, die Führung leiteten Johanna Kirchner, Franz Lindinger und Volker Brinkmann, alle aus dem Arbeitskreis Ornithologie.
Im Vordergrund sollte der Gesang der Vögel stehen, aber natürlich ging es oft erst einmal darum, Vögel überhaupt zu entdecken und zu erkennen. Und da hatten wir außer der Sonne auch das Glück auf unserer Seite: Wir sahen und/oder hörten Blau- und Kohlmeise, Amsel, Mönchsgrasmücke, Gimpel, Bunt- und Grünspecht, Mäusebussard, Zilpzalp, Buchfink, Sommergoldhähnchen, Heckenbraunelle, Rotkehlchen, Singdrossel, Kleiber, Gartenbaumläufer, Rabenkrähe, Sperber und Zaunkönig. Und das Verblüffende war, dass einige der etwa 4 bis 9 Jahre alten Kinder viele oder gar alle diese Vögel in der Natur oder auf unseren Großfotos erkannten! Da muss uns um unseren Nachwuchs nicht bange sein! 
Alle Kinder konnten zur Erinnerung und "Nachbereitung" eine schöne laminierte Farbtafel mit 12 häufigen Vögeln mitnehmen und ein "Protokollblatt" zum Ankreuzen. Und alle werden auch die gute Laune mitgenommen haben, die von Beginn an spürbar war.
Wer nun neidisch geworden sein sollte, muss das nicht bleiben, denn am 30. April findet die nächste Führung statt: Gleicher Ort, gleiche Zeit, aber andere Menschen und andere Vögel!
Text: Volker Binkmann
Bilder: Franz Lindinger

Der Stieglitz ist "Vogel des Jahres 2016"

Alle Infos dazu auf der Seite "Vogel des Jahres"

Der ornithologische Osterspaziergang

Der ornithologische Spaziergang durch den Thurner Wald und am Mühlbach entlang wurde sehr gut angenommen, und das Wetter machte auch mit - erst nach dem 2,5-stündigen Spaziergang fing es an zu regnen.
Michael Häser erläuterte ausführlich, welche Vogelarten gesehen oder auch nur gehört wurden, und welche Bedingungen die Vögel jeweils bevorzugen. Die größte Überraschung und der Clou war der Ruf eines Kolkraben - das unverkennbar tiefe Rufen dieses seltenen Vogels hörten viele zum ersten Mal. Einige Tage vorher hatte Michael Häser ihn auch fliegen sehen. Aber auch der Flug eines Rotmilan über dem Gebiet ist eher selten in dieser Gegend. Insgesamt konnten 25 Vogelarten gesehen und gehört werden.
Dass solch eine Wanderung auch für Familien mit kleinen Kindern interessant sein kann, erlebten zwei Familien. Der NABU Stadtverband Köln hatte gut für die Veranstaltung geworben und zahlreiche Teilnehmer waren zum ersten Mal dabei. Am Ende berichtete der Vorsitzende des NABU Köln, Horst Bertram, noch über die weiteren Aktivitäten und lud ein zum Mitmachen.

Text und Bilder: Christina Wohlfahrt

Steinkauzhilfe

Einige Streuobstwiesen, die der NABU-Köln gepachtet hat, sind zum Teil ein geeignetes Revier für Steinkäuze, die sehr gerne in den Höhlen von alten Obstbäumen brüten. In zwei Wiesen wurden vor einigen Jahren auch noch Nesthilfen in Form von Brutröhren aufgehängt.

Christina und Anne-Marie entdeckten, dass eine Steinkauzröhre beschädigt war und beschlossen, sie zu reparieren.

Udo Gerth, der für das Eulenprojekt schon eine wunderschöne Steinkauzröhre gebaut hatte, half bei der Aktion, indem er eine neue Rückwand zusägte und uns bei der Kletteraktion im strömenden Regen half.

Wir hoffen jetzt sehr, dass die Brutröhre auch angenommen wird.

Projekt zum "Spatz in Köln"

Ein Projekt vom AK Ornithologie zusammen mit dem Kölner Umweltamt

Foto: © Betina Küchenhoff
Foto: © Betina Küchenhoff

Wer kennt ihn nicht, den Spatz, in Köln liebevoll auch „de Mösch“ genannt? Trat er früher noch in Scharen in Straßencafés und auf öffentlichen Plätzen auf, so ist er heute bei uns in Köln eher selten zu sehen. Denn durch zunehmende Nutzung von Freiflächen und sehr intensive Pflege von Grünbereichen wird ihm zunehmend in der Stadt weggenommen, was er zum Überleben braucht: Nistplätze, Nahrung, Versteckmöglichkeiten und Pfützen zum Baden.

Der NABU Köln und das Kölner Umweltamt wollen mit "Ganz Köln im Spatzenfieber“ den Spatz nicht nur wieder bekannt machen, sondern auch dabei helfen, dass er sich in Köln wieder wohl fühlt. Als erste Aktion wurde ein Fotowettbewerb gestartet, dann eine Bannerreihe über das Leben des Spatzes erstellt. Darüber hinaus möchte der NABU auch gerne wissen, wo es in Köln überall noch Spatzen gibt. Wenn ein Vorkommen gesichtet ist, freuen wir uns sehr, wenn uns diese Information an diese Adresse geschickt wird, Stichwort: Spatzenmeldung. Aus den Daten wird eine Karte erstellt werden, die demnächst im Internet zu sehen ist.

Am Freitag, den 23.10.2015 wurde in einer Feier die Banner-Ausstellung über den Spatz in Finkens Garten eröffnet.

Die Sieger des Fotowettbewerbs wurden geehrt, und der daraus entstandene Kalender präsentiert. Auch die prämierten 12 Bilder aus ca. 200 Einsendungen waren ausgestellt.

Die Bürgermeisterin Scho-Antwerpes eröffnete die Ausstellung mit einer eindrucksvollen Rede über das Projekt. Horst Bertram 1. Vorsitzender des NABU Köln wies in seiner Ansprache auf den Verlust der Artenvielfalt hin, und Betina Küchenhoff vom Umweltamt erklärte den Gästen das Projekt mit einer sehr schönen Videopräsentation.

Es wurde dann spannend, als die Preisverleihung des Fotowettbewerbs begann. Alle 12 Preisträger bekamen viel Applaus und einen Schmuckscheck überreicht.

Mit einem Buffet und Getränken und vielen Gesprächen endete die gelungene Feier.

 

Die Banner-Ausstellung wird im Stadthaus und in den Bezirkshäusern gezeigt und wird auf Wunsch auch an Schulen und Vereinen kostenlos ausgeliehen.

Anfragen können über die E-Mail-Adresse haussperling@stadt-koeln gestellt werden.

Zur Zeit ist die Ausstellung in der Waldschule auf Gut Leidenhausen zu sehen.

Hier sind die Banner der Ausstellung als PDF zu sehen.

 

Exkursion zu den Bedburger Klärteichen

Unsere turnusmäßige Exkursion (jeden 2. Monat) führte uns am 5.12.2015 zu den Bedburger Klärteichen. Zum verabredeten Treffpunkt kamen 9 Ornis mit Ferngläsern, Spektiven und Kameras. Glück hatten wir mit dem Wetter; die meiste Zeit schaute die Sonne durch die Wolken.

Auf den Teichen konnten wir eine große Zahl verschiedener Enten beobachten. Außer den üblichen Stockenten waren dort Schnatterenten, Krickenten, Pfeifenten, Reiherenten und einige Hybridenten. Die Zwergtaucher, Blesshühner und Teichrallen tauchten im Gewässer auf Futtersuche, der Kormoran saß auf einem Pfahl und trocknete sein Gefieder, während der Graureiher scheinbar alles im Blick hatte.

Außer den vielen Wasservögeln waren dort auf den Bäumen und Büschen am Ufer auch Singvögel unter anderen Kernbeißer, Schwanzmeisen, Rotkehlchen, Buchfinken, Specht, Dompfaff  und auch überfliegende Greifvögel.

Leider ließ sich der Eisvogel an diesem Tag nicht sehen.

Vogelliste der beobachteten Vögel:

Mäusebussard, Elster, Fasan,Turmfalke, Ringeltaube, Rabenkrähe, Kormoran, Kohlmeise, Amsel, Buchfink, Graureiher, Blässhuhn, Schnatterente, Stockente, Pfeifente, Zwergtaucher, Höckerschwan, Krickente, Teichhuhn, Reiherente, Bergfink, Kernbeißer, Schwanzmeise, Blaumeise, Eichelhäher, Grünspecht, Sperber, Nilgans, Dompfaff.

 

Hier einige Bilder von den Vögeln an den Teichen, aufgenommen von Franz Lindinger:

Vogelkästenbau in der Uniklinik Kindertagesstätte

Beim Gartenfest der Kita am 30.Oktober halfen einige Mitglieder unseres Arbeitskreises beim Bau der Vogelhäuser. Einige Singvögel wurden mit Bildern und Gesang vorgestellt.

Aufmerksam lauschten die kleinen Kinder dem Gesang der Vögel und klebten und hämmerten mit viel Spaß an den Vogelhäusern. Unterstützt wurden wir von Gerd Joeken, der mit den Kindern verschiedene Arten von Vogelfutter zubereitete, das dann auch in den Bäumen aufgehängt wurde.

Hier einige Bilder von der Aktion. Zum Vergrößern aufs Kreuz klicken. Fotos: Franz Lindinger

Schwarzmilan gesichtet!

Bild: NABU Tom Dove
Bild: NABU Tom Dove
Ein Mitglied unseres Arbeitskreisen hat in einem Kölner Naturschutzgebiet eine interessante Beobachtung bei den Schwarzmilanen gemacht.

Es gibt dort einen Horst, auf dem wahrscheinlich eine Brut aufgezogen wird.

Mit Beute in den Fängen flog ein Schwarzmilan über das Gebiet, als er von einem Mäusebussard angegriffen wurde. Kurz darauf kam ein 2. Bussard dazu, vermutlich wohl der Partner. Der Milan ließ daraufhin die Beute fallen, und der 2. Bussard griff sich die Beute in der Luft.

Im Hintergrund konnte man in einem kleinen Wäldchen das „Trillern“ eines Milans hören.


1.Mai - Portalveranstaltung in Gut Leidenhausen

Wie jedes Jahr war der NABU Köln mit dem Ornithologischen AK beim Portalfest in Gut Leidenhausen vertreten und stellte den Vogel des Jahres - den Habicht - vor.

Der Leiter der Arbeitsgruppe Greifvögel der Nordrhein Westfälischen Ornithologischen Gesellschaft, Jens Brune, hielt einen interessanten Lichtbildvortrag zu diesem Thema.

 

Zu der Rückkehr des Wolfes in NRW zeigte der Wolfexperte Karlheinz Pompe vom NABU Rhein-Berg in unserem Seminarraum eine Ausstellung mit Lichtbildvortrag.

Hier ein paar Bilder vom NABU-Stand:

Bilder: Franz Lindinger

Jungvögel am Boden sind nicht in Not!

Vermeintlich hilflose Vogelkinder nicht mit nach Hause nehmen

Junge Singdrossel    © A-M.Kölbach
Junge Singdrossel © A-M.Kölbach

Zurzeit tschirpt und piept es in Nistkästen, Hecken und Gebüschen besonders laut. Der fast flügge Vogelnachwuchs bettelt vehement um Futter. Der NABU appelliert deshalb an die Bevölkerung, vermeintlich hilflose Vogelkinder auf jeden Fall in der freien Natur zu belassen. „Nur ganz selten handelt es sich bei gefundenen Jungvögeln am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen“, erklärt Bernd Jellinghaus, Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie und Vogelschutz des NABU NRW. „Einige Vogelarten – beispielsweise Amseln oder Kohlmeisen – verlassen die drangvolle Enge des Nestes bereits, bevor sie fliegen können“....

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Die schnellsten Vögel sind zurück!

Wanderfalkenpopulation in NRW stabilisiert sich

Bild: NABU Reufsteck
Bild: NABU Reufsteck
Selbst in einer Großstadt wie Köln sind die atemberaubenden Flugkünstler wieder zu beobachten und brüten seit Jahren erfolgreich. Im Regierungsbezirk Köln flogen 53 Jungfalken aus.

Anfang der 1970er Jahre waren die Wanderfalken in Nordrhein-Westfalen durch DDT-Belastungen in der Landwirtschaft, Horstplünderungen und -zerstörungen vorübergehend ausgestorben. Seit Beginn der Arbeit der NABU AG Wanderfalkenschutz  im Jahre 1989 haben die ehrenamtlichen Helfer wochenlang die Horste beobachtet und geschützt und die Jungen beringt.

Nach 25 Jahren erfolgreichem Wanderfalkenschutz hat sich die Population stabilisiert.
Die Bilanz 2013 erreicht einen vorläufig neuen Höchststand in NRW von 189
Revierpaaren. Zum ersten Mal flogen 339 Jungfalken aus.
Die größten Gefahren, die heute die Wanderfalken bedrohen, sind immer noch Vergiftungen und Windkraftanlagen. Als Ersatzhorst besiedeln die Wanderfalken häufig hohe Gebäude oder Schornsteine. So brüteten diese Vögel auch schon erfolgreich an den Kölner Domtürmen.

Nistkästen und Nisthilfen

Junge Blaumeise im Nistkasten -  kurz vorm Ausflug  © A-M.Kölbach
Junge Blaumeise im Nistkasten - kurz vorm Ausflug © A-M.Kölbach

Durch Dachsanierungen und das Fällen alter Bäume in Köln und Umgebung verlieren viele Vögel ihre Brutstätten. Wir können jedoch den Vögeln ein neues „Zuhause“ schaffen, indem wir Nistkästen und Nisthilfen anbringen.

In den Parks und auf den Friedhöfen sorgt unser Arbeitskreis „Park u. Friedhof“ für neue Unterkünfte unserer gefiederten Freunde. 
Die fehlenden Nistgelegenheiten an Gebäuden und in den privaten Gärten werden damit aber nicht ersetzt. Künstliche Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind, oder weil an Gebäuden geeignete Brutnischen fehlen. 
Neben den kommerziellen Angeboten kann man sich mit etwas Geschick die Vogelkästen selbst bauen. Außerdem macht das Bauen von Nistkästen einfach Spaß und eignet sich darum auch hervorragend, um Kinder und Jugendliche mit Tieren und deren Lebensweise vertraut zu machen.

Praktische Anleitung zum Selbstbau von Nistkästen und Nisthilfen

finden Sie unter diesem Link

Dort findet man auch Informationen über den richtigen Kasten und das richtige Einschlupfloch für die Vogelart.

Kölner Vogeltagebuch

Ornithologen/innen des NABU Köln und der Ornithologischen Arbeitsgruppe (OAG) Köln veröffentlichen hier ihre Beobachtungen zum Vogelleben im Kölner Raum.

Kölner Vogeltagebuch

Die Beobachtungen aus dem Vogeltagebuch 2010 (und aus einigen anderen Quellen) wurden ausgewertet und um ein Artenregister und Fotos ergänzt.

Die Auswertungen zum Vogeltagebuch und zum Kranichflug können als PDF-Dateien heruntergeladen werden.

Zu weiteren Informationen und Projekten kommen Sie über die folgenden Links:

 

Zur Ornischule

Das schwalbenfreundliche Haus

Zum vogelfreundlichen Garten !

Hilfe zu allen Problemen mit Wildvögeln finden Sie hier:

Was tun, wenn Enten auf dem Balkon brüten?

Der AK Ornithologie ist nicht darauf eingestellt, geschlüpfte Entenküken und die Entenmutter einzufangen und zu einem Gewässer zu bringen!

Wenden Sie sich bitte an die Feuerwehr oder an Tierschutzvereine.

Eine sehr gute Beschreibung und Anleitung können Sie hier lesen:

LBV: Enten auf dem Balkon

Keine Aufnahme von Fundtieren

Hinweis: Der Arbeitskreis Ornithologie ist nicht darauf eingestellt, Fundvögel zu versorgen. Sollten Sie einen verletzten Vogel in qualifizierte Hände geben wollen, kontaktieren Sie bitte die Kölner Tierheime oder die Auffangstationen für Wildvögel.

Hilfe für Wildvögel:

www.wildvogelhilfe.org

oder

Greifvogelstation Gut Leidenhausen


Weitere Informationen erhalten Sie im

NABU Köln

Telefon: 0221-790 2889

Email: Info{at}NABU-Koeln.de

sowie über die folgende Internetseite

NABU Naturschutzbund Deutschland e.V.

unsere nächsten Veranstaltungen:

Siehe auch auf Veranstaltung

Vorankündigung

Blickwechsel der Kölner Philharmonie: Musik und Stadtnatur: Sonntag, 01.10.2017

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Spaziergang durch den Schlosspark Stammheim,Sonntag, 08.10.2017, 09:00 Uhr.

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Herbst in den Buchenwäldern Samstag, 14.10.2017, 10:00 Uhr

Projekt: Mauerseglerschutz

 

Umweltbüro auf Gut Leidenhausen.

Öffnungszeiten: Montag u. Donnerstag von 10-12 Uhr

Neue Kindergruppe in Finkens Garten!

BürgerInitiative:

"Grüngürtel für Alle"

Zu unserer Stellungnahme hier...

Ein Beitrag auf WDR 5

Kunstrasen im Grüngürtel?

Mitmach-Aktion Eulen !

Eulen im Kölner Raum.

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