Amphibien und Reptilien

Arbeitskreis erfasst Bestände in Köln

Seefrosch auf Erdkröte   © A-M.Kölbach
Seefrosch auf Erdkröte © A-M.Kölbach

Seit 1980 sind vermutlich mehr als 130 Amphibienarten weltweit ausgestorben und mehr als 450 Arten mussten auf der Roten Liste in eine höhere Gefährdungskategorie eingestuft werden. Es wird geschätzt, dass heute rund ein Drittel der etwa 5800 bisher bekannten Amphibienarten in ihrer Weiterexistenz gefährdet sind. Sollte sich die Tendenz fortsetzen, besteht die Gefahr, dass eine ganze Klasse von Wirbeltieren verloren geht, was verheerende Auswirkungen auf die ökologischen Gemeinschaften weltweit haben wird. Das Aussterben der Amphibien zu verhindern, stellt eine der größten Herausforderungen dar. Deshalb will der Arbeitskreis Amphibien und Reptilien - nach der Kartierung der Amphibien- und Reptilienbestände in den 80iger Jahren - die in Köln vorkommenden Arten neu erfassen, um die noch vorhandenen Populationen zu dokumentieren und zu erhalten. Der Arbeitskreis besteht aus engagierten Herpethologen, Hobby-Biologen und interessierten Laien.

Amphibienschutz in Köln

Mit den ersten wärmeren Nächten wandern ab Mitte Februar Amphibien zu ihren Laichgewässern. Von den in Köln vorkommenden Amphibien sind die Erdkröten, Teich-, Faden- und Bergmolche sowie Grasfrösche die zuerst wandernden Arten. Wenn sie bei ihrer Wanderung vielbefahrene Straßen überqueren müssen, geraten die Tiere in größte Gefahren. Erdkröten, Grasfrösche und Molche brauchen mehrere Minuten, um Autostraßen zu überqueren. Oft bleiben männliche Tiere auch auf der Straße sitzen, da sie auf weibliche Artgenossen warten und sie auf der Straße ihre Partnerinnen besonders gut erkennen können. Bei einer vielbefahrenen Straße haben die Tiere kaum eine Chance, unverletzt die Straße überqueren zu können. Schon die von einem schnell fahrenden Auto erzeugte Druckwelle führt zu tödlichen Verletzungen, die Tiere sterben, auch ohne vom Autoreifen getroffen zu werden.

Aktive aus dem AK Amphibien haben im Februar einen Amphibienschutzzaun an einer Straße am Höhenfelder Mauspfad errichtet. Die Amphibien können den Zaun nicht überwinden, sie wandern am Zaun entlang und fallen in Sammeleimer, die in kurzen Abständen am Zaun in den Waldboden eingegraben worden sind. Die Sammeleimer müssen jeden Morgen kontrolliert werden, gesammelte Amphibien werden auf die gegenüberliegende Straßenseite gebracht, von der aus sie gefahrlos ihr Laichgewässer erreichen können.

Seit dem 22.Februar läuft die Rettungsaktion. In Nächten mit niedrigen Temperaturen nahe 0°C wandern die Amphibien nicht, nach milden Nächten mit Temperaturen von ca. 6 bis 10°C werden 20 bis 40 Kröten, Frösche und Molche in den Eimern gefunden.

Der Amphibienzaun wird, abhängig vom Wetter und der Wanderperiode der Amphibien, nach ca. 3 bis 4 Wochen wieder abgebaut.

Text und Bild: Horst Bertram

Molche, Kröten und Frösche in Köln

Atlas der Lurche u. Kriechtiere im Raum Köln:

Beschreibungen mit Bildern:  Herpetologie Nabu Köln


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Stammtisch 3.04.2017 19:00 Uhr

Im Kurfürstenhof, Bonner Str. 21

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